Nabburg: Stadtrat gibt keine Betriebserlaubnis für Sonn- und Feiertage
Für Stillstand in den Autowaschhallen

Politik
Nabburg
09.06.2015
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Der Betrieb einer Autowaschanlage an Sonn- und Feiertagen bleibt nicht erlaubt. Denn der Stadtrat lehnte mehrheitlich den Antrag einer Firma aus dem Industriegebiet ab. Er hätte sich auf das Zeitfenster von 12 bis 20 Uhr bezogen.

Der geschäftsleitende Beamte Hans Sorgenfrei erklärte, dass es für das gesamte Stadtgebiet nur eine einheitliche Lösung geben könne. Dr. Helmut Ertl (ÜPW) sprach sich für die Erteilung einer Erlaubnis aus. Denn es gebe in Nabburg drei Anlagen: Der Betrieb der einen im Industriegebiet störe keine Anlieger, von den anderen beiden Inhabern müsse man erst einmal abwarten, ob sie einen Sonn- und Feiertagsbetrieb überhaupt wollen. Außerdem könne ja die Auflage erteilt werden, die Tore der Halle während des Waschvorgangs geschlossen zu halten. Eine solche Auflage wäre in einer Verordnung nicht zulässig, gab daraufhin der Verwaltungsleiter zu verstehen.

SPD dagegen, CSU dafür

Die SPD sprach sich dagegen aus, die CSU tendierte zur Zustimmung. Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann (ÜPW) meinte: "Wir sind eine Kleinstadt, und der Sonntag sollte uns noch ein bisschen heilig sein." Deshalb solle man damit aufhören, am Sonntag Autowaschen zu wollen. Diese Argumentation erschien CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler nicht nachvollziehbar. Denn auch für die CSU sei der Sonntag der Tag des Herrn, aber warum solle man da nicht das Auto waschen, wenn es niemanden stört. Mit 11:7-Stimmen lehnte der Stadtrat den Antrag schließlich ab. Befürwortet hatten ihn fünf CSU- und zwei ÜPW-Räte.
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