"Probleme in Nabburg werden nicht geringer"

Die geehrten Mitglieder der Frauen-Union sind auf unserem Foto zusammen mit der Vorsitzenden sowie den Repräsentanten der CSU und der JU zu sehen. Bild: ral
Politik
Nabburg
04.05.2016
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Die Frauen-Union sieht sich in der Erfolgsspur. Das schließt sie aus den steigenden Mitgliederzahlen. Aktuelle Informationen gab ihr der Fraktionssprecher der CSU im Stadtrat, Hans-Georg Dobler.

In ihrem Rechenschaftsbericht erinnerte Marianne Forster zunächst an die einzelnen Veranstaltungen. Die Mitgliederzahl betrug 56 zum Jahresende 2015. Der CSU-Ortsvorsitzende Stefan Leitner betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Ortsverband und FrauenUnion, die weit mehr Mitglieder als so manche Partei in der Stadt habe. Die JU-Kreisvorsitzende Bettina Biehler hob die gute Zusammenarbeit zwischen JU und FU hervor.

Hans-Georg Dobler lobte auch die Arbeit der Frauen-Union. Egal ob es um Wahlkämpfe, Bürgerentscheide oder um soziales Engagement geht, die FU sei eine der aktivsten politischen Organisationen in Nabburg. Im Stadtrat liege bei der jetzigen Konstellation einiges im Argen. Er kritisierte, dass Zwei-Personen-Fraktionen die stellvertretenden Bürgermeister stellen. Das verstehe man von Seiten der SPD unter Zusammenarbeit in der Kommune: nämlich den Willen von 40 Prozent der Wähler einfach zu ignorieren und die CSU außen vor zu lassen.

SPD, ABU, ÜPW und ÖDP würden sich gerne als Gestaltungsmehrheit im Stadtrat rühmen. "Aber viel gestaltet wurde nicht seit 2008 in der Stadt Nabburg. Sie wird mehr schlecht als recht verwaltet, und nur die dringlichsten Probleme werden gelöst", meinte Dobler. Wenn einmal was voran geht, so geschehe nur auf massiven Druck der CSU. Die angebliche Gestaltungsmehrheit bezeichnete er als Blockademehrheit. Der CSU-Fraktionschef erinnerte hier an die Bürgerbegehren in der Stadt, "die für die Mehrheit im Stadtrat verloren gingen". Er sei schon gespannt, wann das nächste Bürgerbegehren ins Haus steht.

Er kam da auf den Bahnübergang zu sprechen. Wenn die Bevölkerung hört, dass bald täglich 100 Züge durch Nabburg fahren und davon 80 Prozent Güterzüge, werde es nichts nutzen, die Bahn zu bitten, die Güterzüge nachts nicht fahren zu lassen wegen der Nachtruhe. Die Bahn lasse sich gewiss nicht vorschreiben, wann die Züge fahren. Entgegen der Ankündigungen des Bürgermeisters habe sich herausgestellt, dass es in Kürze keinen Erörterungstermin gibt. Eine Lösung stehe in weiter Ferne. Die CSU werde auf alle Fälle dranbleiben und eine bessere Lösung des Problems als die "unsägliche Rahmenplantrasse" einfordern, welche Nabburg zerschneide und am Ende kaputt mache. Sollte die genannte "Blockademehrheit" im Stadtrat weiterhin ihrer Linie treu bleiben, brauche man sich nicht zu wundern, wenn der nächste Bürgerentscheid kommt.

Der Bahnübergang sei aber nicht die einzige ungelöste Baustelle in Nabburg. Dobler führte noch das Obertor auf, wo noch kein Mieter gefunden wurde, ebenso die Fertigstellung der Marienkirche, die schon lange auf sich warten lasse. Dobler sprach von einem "Geschäftsordnungsverstoß von Seiten des Bürgermeisters", als es um den Bau des Sozialgebäudes beim Bauhof ging. Da sei nach einem nicht vorhandenen Beschluss des Stadtrates gesucht worden. Doblers Fazit: "Die Probleme in Nabburg werden nicht geringer sondern größer."

EhrungenIn der Hauptversammlung der Frauen-Union wurden Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit ausgezeichnet: für 10 Jahre Silvia Greilich und Irmgard Schreiner, für 25 Jahre Anna Scheuerer und für 30 Jahre Inge Kraus. (ral)
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