Projektentwickler wertet Bürgerentscheid pro Handelszentrum als „deutliches Signal“
Ziel: Spatenstich im Frühjahr 2017

Politik
Nabburg
12.01.2016
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(cv/am) "Wir freuen uns natürlich", kommentiert Projektentwickler Michael von Keitz den Bürgerentscheid pro Handelszentrum. Das Resultat wertet er als "deutliches Signal" der Bürger für Mehrwert in der Einkaufslandschaft. Für den Projektentwickler beginnt jetzt die eigentliche Arbeit: Das Interesse von Sortimentsanbietern hänge von den planerischen Möglichkeiten ab.

Michael von Keitz hat sich gestern bei Stefan Schmid und der Interessensgemeinschaft für ihre Unterstützung bedankt und ebenso Bürgermeister Armin Schärtl angerufen. In den nächsten 14 Tagen sei ein Termin vereinbart. Er wünscht sich eine konstruktive Zusammenarbeit. Michael von Keitz vergleicht die Situation mit einem Fußballspiel: Jeder wolle gewinnen, aber nur einer siege. Der Unterlegene müsse "mit dem Ergebnis einverstanden sein und professionell damit umgehen." Die Nabburger hätten sich nicht nur für ein Einkaufszentrum ausgesprochen, sondern auch dem Bürgermeister den Auftrag erteilt, die Bauleitplanung in Angriff zu nehmen.

Michael von Keitz wird nun das Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz suchen. Die Mieter-Akquise könne nur weiter gehen, wenn klar definiert sei, welche Größenordnungen für die Geschäfte in Frage kommen. Mit diesen Eckpunkten müsse dann ein vernünftiges Konzept für einen Bebauungsplan erarbeitet werden, "mit dem die Kommune leben kann." Denn: "Wir wollen doch nicht aus Nabburg rausgehen und mit Steinen beworfen werden". Im Zeitfenster für den Bebauungsplan muss das Prozedere des Genehmigungsverfahrens einbezogen werden. Wie lange das dauert, "ist nicht zwingend absehbar", sagt von Keitz. Sein Ziel wäre es, dass der Bebauungsplan in einem dreiviertel Jahr rechtskräftig ist "und noch 2016 Baurecht geschaffen wird". Spatenstich solle im Frühjahr 2017 sein. Es verstehe sich von selbst, dass nun mit Hochdruck gearbeitet werde, um den Bürgern sagen zu können, "wer von den Interessenten kommt".

Das Ergebnis des Bürgerentscheids, das Bürgermeister Armin Schärtl vorab bekannt gegeben hatte, bestätigte am Sonntagabend der Wahlausschuss. Von 5053 Wahlberechtigten gaben demnach 2651 ihre Stimme ab: 1628 kreuzten "ja" an, 1020 "nein", drei Stimmen waren ungültig. Das Bürgerbegehren für die Errichtung eines Handelszentrums erreichte somit eine Mehrheit und erfüllte das vorgeschriebene Quorum von über 20 Prozent der Wahlberechtigten. Die Ja-Stimmen machten einen Anteil von 32,2 Prozent aus.
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