Fanclub beobachtet Tumult im Stadion

Sport
Nabburg
20.04.2017
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Nabburg/Madrid. Während der TV-Live-Übertragung aus Madrid war es zu sehen: In einem Bayern-Fanblock schritt die spanische Polizei mit einem starken Aufgebot ein. Wie es dazu kam, beobachteten die 50 Mitglieder des FC-Bayern-Fanclubs Nabburg/Oberpfalz, die per Flugzeug angereist waren, um ihre Bayern im Champions-League-Viertelfinalspiel gegen Real Madrid anzufeuern. "Zum Glück war von uns keiner direkt da drin", berichtete Fanclub-Präsident Bernd Hofmann (Nabburg) nach der Rückkehr, dass die Oberpfälzer ihre Plätze neben oder über dem betroffenen Block hatten.

Dort habe die umstrittene Bayern-Fangruppierung "Schickeria" die Fahne eines befreundeten Fanclubs aus Bordeaux entrollt und über die Brüstung gelegt gehabt, was die spanischen Sicherheitsbehörden auf den Plan rief. Sie sahen wohl das relativ kleine Banner auf den Überwachungskameras und hielten es fälschlicherweise für die verbotene Fahne eines Real-Fanclubs. Daraufhin sah sich die Polizei zum Eingreifen veranlasst und trat auf den Zuschauerrängen vor, um das Corpus Delicti zu entfernen. Daraus entwickelte sich ein Tumult mit den Bayern-Fans, die ihre Fahne nicht hergeben wollten. "Das war ein vollkommen überzogener Polizei-Einsatz, der die Krawalle erst ausgelöst hat", fasste Bernd Hofmann im Gespräch mit unserer Redaktion den Eindruck zusammen, den er und seine bayerischen Fußballfreunde gewonnen hatten. Ähnliches habe man bei einem Spiel bei Olympiakos Piräus auch schon mal erlebt. Die anschließenden Proteste des FC Bayern München seien da so gut wie im Sande verlaufen.
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