Handball
Bittere Abstiege im Handball

Die Hoffnungen auf eine Relegation sind geplatzt: Die Handballfrauen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld (im Bild Carina Czichon) sind aus der Landesliga abgestiegen. Bild: mhs
Sport
Nabburg
16.05.2017
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Alles Hoffen war vergebens: Die Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld müssen den bitteren Weg in die Bezirksoberliga gehen. Der verschärfte Abstieg trifft auch den HC Weiden. Sein Frauenteam verabschiedet sich aus der BOL in die Bezirksliga.

Nabburg/Weiden. Es ist eine traurige Nachricht, die Landesliga-Spielleiterin Sabine Schreiner-Marr (Weitramsdorf) am Dienstagmorgen per Mail übermittelte: Eine Relegation findet nun doch nicht statt - beide Tabellenelfte der Landesliga Nord (HSG Nabburg/Schwarzenfeld) und Landesliga Süd (TSV Grafing) im Frauenbereich steigen direkt in die Bezirksoberliga ab.

Kein Verzicht


"Das trifft uns hart. Wir haben so sehr gehofft, dass wir den Klassenerhalt doch noch schaffen können", sagte HSG-Trainer Karl Söllner am Dienstag in einer ersten Reaktion. Er ist überzeugt: "Bei einer Relegation hätten wir's gepackt." Noch am Wochenende, so Söllner, seien Gerüchte im Umlauf gewesen. Vielleicht, so hieß es unter der Hand, werde die eine oder andere Mannschaft aus der Landesliga zurückziehen. Das ist jedoch nicht der Fall, wie Schreiner-Marr nun klarstellte: "Die Meldefrist ist am Montag abgelaufen. Es gibt keinen einzigen Verzicht. Auch haben alle aufstiegsberechtigten Vereine aus der Bezirksoberliga für die Landesliga gemeldet", erklärte die Spielleiterin.

Damit ist der letzte Strohhalm, an den sich die HSG Nabburg/Schwarzenfeld klammerte, dahin, der Abstieg unumstößlich. "Wir schauen jetzt nach vorne", sagte Söllner. "Unsere Planungen laufen für die BOL." Mit der Rückstufung will sich die HSG aber auf keinen Fall abfinden. "Die BOL ist nicht mein Ding, und auch nicht das der Mannschaft. Unser Ziel wird sofortiger Wiederaufstieg heißen", kündigt Söllner an.

Allerdings müssen die Verantwortlichen in den kommenden Wochen viel Arbeit investieren. Es gilt, den Kader sowohl quantitativ als auch qualitativ auf Vordermann zu bringen. Dass mit Torfrau Theresa Weiherer, Ramona Völkl-Simbeck und Anna Kovarikova drei Leistungsträgerinnen künftig nicht mehr zur Verfügung stehen, schlägt schwer ins Kontor. Immerhin zeichneten Völkl-Simbeck und Kovarikova für rund zwei Drittel der HSG-Tore in der Landesliga verantwortlich.

"Diesen Verlust aufzufangen, wird schwer", weiß Söllner. Dennoch traut er seinem Team unter gewissen Voraussetzungen die Landesliga-Rückkehr zu: "Die meisten Spielerinnen bleiben da. Wir müssen uns aber gezielt verstärken", betont der Trainer. "Drei gute Neuzugänge brauchen wir schon."

Fünf Teams runter


35 Kilometer weiter nördlich ist die Stimmung ebenfalls auf dem Tiefpunkt. Da mit der HSG Nabburg/Schwarzenfeld, dem HC Forchheim und der SG Regensburg drei ostbayerische Vereine aus der Landesliga Nord absteigen, schlägt ein verschärfter Abstieg in der Bezirksoberliga wie selten zuvor zu. Gleich fünf Mannschaften sind zum Gang in die Bezirksliga verurteilt, darunter auch der HC Weiden.

"Uns trifft es nicht unvorbereitet. Dass wir es nicht schaffen werden, hat sich bereits zwei Spieltage vor Saisonende abgezeichnet", sagt Vorsitzender Thomas Wachsmann. Erstes Ziel sei es nun, den Kader zusammenzuhalten. Kein leichtes Unterfangen, da mit Maria Dirnberger, Alexandra Stahl, Nadine Götz und Theresa Reichel bereits vier Spielerinnen verabschiedet wurden. Auch ein Nachfolger für Trainer Jannis Prelle muss gefunden werden.

Die BOL ist nicht mein Ding, und auch nicht das der Mannschaft. Unser Ziel wird sofortiger Wiederaufstieg heißen.Karl Söllner, Trainer der HSG Nabburg/Schwarzenfeld
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