Handball
Engagiert gespielt, aber verloren

Sport
Nabburg
02.11.2016
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Lange Zeit sah es für die Handballherren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld beim TSV Neutraubling gut aus, denn sie hatten einen Fünf-Tor-Vorsprung. Am Ende aber verloren sie knapp mit 28:29.

Vor dem Anpfiff stand bereits fest, dass der Sieger dieser Begegnung auf Platz zwei in der Bezirksoberliga-Tabelle vorrücken würde. Dementsprechend fokussiert ging die Mannschaft von Trainer Daniel Kessler in die Partie. Der Ball lief gut im Angriffsspiel. Der besser postierte Nebenmann wurde konsequent freigespielt und die sich bietenden Chancen effizient verwertet.

In der Abwehr lag das Augenmerk vor allem auf dem bulligen Mittelmann Marvin Hoppe, der durch kraftvolle Schlagwürfe wiederholt für die Gastgeber traf. Über 5:5, 8:8 bis hin zum 12:12 blieb das Spiel bis zur 20. Minute ausgeglichen. Danach stand die HSG-Abwehr stabiler und stellte gemeinsam mit dem bärenstarken Florian Sturm im Tor eine solide Deckung, sodass sich die Nabburg/Schwarzenfelder vor dem Seitenwechsel auf 17:13 absetzen konnten. Trainer Kessler lobte in der Halbzeit die bislang beste Saisonleistung im Angriff und forderte "nicht nachzulassen und so konzentriert weiterzuspielen".

Das gelang aber nur bedingt. Neutraubling stellte die Deckung um und agierte nun mit einem vorgezogenen Abwehrspieler. Erst nach 38 Minuten erzielt die HSG das 18. Tor und hatte viel Mühe, die souveränen Passstafetten aus Halbzeit eins fortzusetzen. Auch Neutraubling hatte enorme Probleme, Tore zu erzielen und scheiterte oft an Keeper Sturm. So führten die Gäste in der 43. Minute mit 24:19. Die letzten 15 Minuten schmolz der Vorsprung allerdings Tor um Tor und dem TSV gelang ein 10:4-Lauf. Vor allem Neutraublings Hoppe übernahm nun noch mehr Verantwortung und wurde von der HSG zu wenig bei seinen brachialen Würfen gestört. Selbst gelang der HSG aber immer wieder Entlastung durch die Außenspieler Sebastian Blödt und Jaroslav Strejc. Führte die HSG fünf Minuten vor Schluss noch mit zwei Toren, stand es 30 Sekunden vor dem Ende 28:28. Der Gastgeber kam unter Zeitspiel zum letzten Treffer der Partie. Den direkten Freiwurf zum Ausgleich parierte Neutraublings Torhüter mit dem Schlusspfiff.

Unterm Strich bleibt eine engagierte Leistung ohne Punkte, sowie die Erkenntnis, dass die HSG nicht über 60 Minuten überzeugen kann und sich wiederholt in den Schlussminuten um ihren Lohn bringen lässt. Da aber ein sichtbarer Fortschritt im Angriffsspiel zu sehen war, hat diese Niederlage auch etwas Positives.

HSG-Tore: Blödt 8/3, Strejc 6, Held 4, Kiener, Schiessl je 3, Schanderl Spiller je 2
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