Handball
HSG-Damen unterliegen Mintraching/Neutraubling

Ramona Völkl-Simbeck machten die Gastgeber der SG Mintraching-Neutraubling als Dreh- und Angelpunkt bei der HSG Nabburg-Schwarzenfeld aus. Der taktische Schachzug einer klassischen Manndeckung ging für die SG auf. Sie behielten gegen die HSG die Oberhand. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Nabburg
17.10.2016
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Eine unnötige Niederlage kassierten die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld in der Handball-Landesliga Nord bei der SG Mintraching/Neutraubling. Sie verloren ein durchaus spannendes Oberpfalzderby mit 28:32.

Spielbestimmend war von Beginn an der Gastgeber. Schnell vorgetragene Angriffe, bei denen die SG immer wieder die Außenspielerinnen suchte, führten nach fünf Minuten bereits mit 4:2. Die HSG-Damen benötigten einige Zeit, sich dem Spielfluss anzupassen. Vor allem dauerte es, bis sie sich an die Manndeckung gegen Ramona Völkl-Simbeck gewöhnt hatten. Da die 6:0-Abwehr in Kombination mit Lisa Pröls im HSG-Tor sehr gut funktionierte, fing sich die Mannschaft und bot immer mehr Paroli. Schnelle Gegenstöße konnten unterbunden werden, und die SG wählte immer mehr Verzweiflungswürfe. Die HSG lief aber stets einem kleinen Rückstand hinterher. Sie spielten zwar gut mit, hatten immer wieder schöne Möglichkeiten, aber es mangelte an der Konsequenz. Beim Spielstand von 9:10 (19.) schien der Anschluss geschafft. Eine Unterzahl-Situation verschaffte dem Gastgeber allerdings wieder mehr Spielraum. Vergebene Torchancen der HSG führten postwendend zum 12:9 für die Heimmannschaft.

Trainer Uli Reitmeier haderte: "Wenn man gegen eine solche Mannschaft seine Chancen nicht konsequent nutzt, wird man sofort bestraft." Die HSG gab aber nicht auf und kämpfte unentwegt weiter. Lisa Pröls entschärfte noch einige Torchancen der SG und so stand es zur Halbzeit 13:12 für die Gastgeber.

Nabburg/Schwarzenfeld kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Vom Kampfgeist der ersten Spielhälfte fehlte jede Spur. In dieser Phase zeigte der Gastgeber seine Stärke: das schnelle Konterspiel. Mit einem Doppelschlag bauten sie die Führung auf 16:13 aus. Eine erneute Unterzahlsituation brachte noch mehr Verzweiflung. Der HSG fehlte die Cleverness gegen einen konsequenten Lokalrivalen, bei dem alles klappte. Doch die HSG-Damen kämpften sich zurück. Sie zwangen den Gastgeber immer wieder zu Einzelaktionen. Beim Spielstand von 22:26 (40.) waren sie wieder dran. Doch die Aufholjagd hatte Kraft gekostet. Drei Minuten vor Spielende stand es nur noch 27:30. Die Heimmannschaft zeigte immer wieder schöne Wechselkombinationen, denen die HSG-Damen nichts entgegenzusetzen hatten. So stand es am Ende nach hartem Kampf 32:28 für die SG Mintraching/Neutraubling.

"Jeweils die ersten zehn Minuten in den beiden Spielhälften reichten dem Gastgeber. Bei uns muss noch mehr von den Außenpositionen kommen. Wir haben aber eine tolle Abwehr gegen den bisher besten Gegner gespielt. Alles in allem war es ein gutes Spiel gegen einen klasse Gegner", lautete das Fazit des Coaches.
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