Handball
HSG verliert gegen Angstgegner

Sport
Nabburg
03.02.2016
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Wie schon die letzten Jahre, so auch 2016: Die Handball-Herren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld können den Auswärtsfluch bei der routinierten OG aus Erlangen nicht bezwingen. Sie verloren denkbar knapp mit 27:28.

Die Partie wurde anfangs von beiden Abwehrreihen dominiert. Erst nach sieben Minuten musste die HSG den ersten Gegentreffer hinnehmen, da die Abwehr ordentlich zupackte und endlich einmal mit der nötigen Leidenschaft begann. Dass die Gäste in dieser frühen Spielphase keinen Vorsprung erzielten, lag am harmlosen Offensivspiel. Wie man gegen eine in die Jahre gekommene, abgezockte Mannschaft spielen muss ist logisch. Man muss versuchen, das Spiel schnell zu machen, Bewegung in die gegnerische Abwehrreihe zubringen und über Konter und zweite Welle zum einfachen Torerfolg zu kommen.

Doch anstatt dies umzusetzen, kamen die HSGler nur umständlich und mühsam zu Abschlüssen. Immer wieder verzettelten sich die Oberpfälzer in schwierigen Einzelaktionen oder wenig aussichtsreichen Wurfpositionen. So entwickelte sich eine torarme Begegnung, in der die Gäste aber stets das Geschehen im Griff zu haben schienen. Über 7:5 setzten sich die Schützlinge von Daniel Kessler auf 14:10 ab. Überaus ärgerlich waren die letzten Minuten vor dem Seitenwechsel, als die HSG durch leichte Ballverluste noch drei Gegentreffer hinnehmen musste, zum Halbzeitstand von 14:13.

Nach dem Wechsel traf der wurfgewaltige OG-Linkshänder Groß ein ums andere Mal und plötzlich kippte die Partie zugunsten der Erlanger. So lief die HSG im zweiten Spielabschnitt einem knappen Rückstand hinterher. Hektisches Umschaltspiel mit hoher Fehlerquote spielte den ruhigen Gastgebern in die Karten, die sich allerdings nach einem Foul (Schlag in das Gesicht von HSG-Spieler Kiener) selbst dezimierten.

Über 20:19 und 25:24 deutete sich eine spannende Schlussphase an, in der die HSG teilweise in doppelter Überzahl agierte. Hier zeigten die jungen HSGler nicht die nötige Cleverness, um die Partie abgezockt zu Ende zu spielen. Symptomatisch dafür waren die letzten 20 Sekunden des Spiels, in denen die Nabburg/Schwarzenfelder die Chance zum Ausgleich hatten, aber die falsche Entscheidung trafen. So endet eine wenig attraktive Partie gegen bis dahin Tabellenletzten mit einer höchst unnötigen Niederlage.

HSG-Tore: Fenchl 7; Blödt 6/2; Kiener 4; Held, Schanderl 3; J. Strejc und Schießl je 2
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