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HSG-Damen nähern sich der Abstiegszone

Sport
Nabburg
21.03.2016
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Schlimmer geht's beinahe nimmer: Nach einer wahrhaft schlechten Vorstellung mussten sich die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld am Sonntag mit 26:24 dem Tabellenvorletzten HG Kunstadt geschlagen geben.

Kunstadt. Eigentlich hatten sich die Damen von Trainer Wolfgang Völkl für diese Begegnung viel vorgenommen und jeder Spielerin war bewusst, welche Bedeutung diese Partie hatte. Mit einem Sieg wäre der Anschluss an das Mittelfeld gehalten worden, durch diese 24:26-Niederlage reiht sich die HSG in das Feld der Abstiegskandidaten ein. Und so hatten die Oberpfälzerinnen von Anfang an immense Schwierigkeiten. Im Angriff fanden sie gegen die aggressive und offensive Deckung der Oberfranken kein Mittel und in der eigenen Abwehr wurde viel zu verhalten agiert. Die HG Kunstadt hatte leichtes Spiel und schaffte oftmals ohne Körperkontakt und Bedrängnis den Torerfolg. So legten die Gasteberinnen immer ein, zwei Tore vor. Es fehlte jegliche Bewegung im Spiel der HSG. Nach einer relativ mäßigen Leistung stand es zum Halbzeitpfiff 12:11 für die HG Kunstadt. "Wir wollten als Team auftreten, davon war jedoch nichts zu sehen", analysierte Trainer Wolfgang Völkl die ersten 30 Minuten.

Auch eine deutliche Ansprache des Trainers half nichts. Viele kraftraubende Einzelaktionen zeichneten das HSG-Spiel, von gegenseitiger Unterstützung war nichts zu sehen. Je länger die Begegnung dauerte, umso unsicherer wurden die Handlungen. Kunstadt witterte die Chance, gegen eine völlig verunsicherte HSG-Mannschaft zu siegen und blieb sehr ruhig. Durch konzentriert vorgetragene Angriffe fanden sie immer wieder die Lücken in der HSG-Abwehr. Bei den Oberpfälzerinnen fehlten jedoch jegliche Ideen. Völkl: "Wir hatten keinen Zug zum Tor, sind oftmals nur quer vor der Abwehr gelaufen."

Die Partie blieb zwar in der zweiten Spielhälfte sehr eng und mit wechselnden Führungen, aber die HSG-Damen wurden zum Ende hin immer nervöser. Kurz vor Ende der Begegnung, beim Spielstand von 24:24, waren die Gastgeberinnen einfach nervenstärker und warfen mit zwei weiteren Toren einen nie für möglich gehaltenen Sieg heraus.

"Das war heute eine völlig indiskutable Leistung", schimpfte Völkl nach dem Spiel. "Wir hatten heute keine gemeinsame Richtung. Willkommen im Abstiegskampf - ich hoffe, dass die Mädels jetzt endlich aufgewacht sind und nun in den letzten Spielen den Ernst der Lage erkennen."

HSG-Tore: Czichon 6, Kovarikova 6, Fleischmann 6/5, Fischer 3, Schopper 1, Cerna 1, Anna Stubenvoll 1
Ich hoffe, dass die Mädels jetzt endlich aufgewacht sind und nun in den letzten Spielen den Ernst der Lage erkennen.HSG-Trainer Wolfgang Völkl
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