Abschied nach zwei Jahren

Die Ministranten überraschen Kaplan Christian Blank mit ihrem Geschenken. Bilder: bph (2)
Vermischtes
Nabburg
05.09.2016
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Als kleines Dankeschön gab es aus der Hand von Kirchenpfleger Hans Pamler (rechts) und Pfarrgemeinderatssprecher Johann Süß (links) für den Kaplan den Nabburger Kirchenpatron Johannes der Täufer.

"Abschied ist ein bisschen wie Sterben, hat Katja Ebstein einmal gesungen. Und sie hat irgendwie schon recht, denn wir Menschen nehmen einfach nicht gerne Abschied", so Kaplan Christian Blank am Samstag beim Dankgottesdienst. Nach zwei Jahren in der Pfarrei Sankt Johannes wechselt der beliebte Seelsorger nach Regensburg in die Pfarrei Herz Marien.

Am Samstag wurde der Kaplan in einem Dankgottesdienst verabschiedet. In seinen Worten dankte der Seelsorger all den Menschen, die ihn wohlwollend und offen aufgenommen haben und ihm zwei Jahre lang in dieser Pfarrei innerliche Stütze gaben.

In seiner letzten Predigt bekannte er, dass es ihm nicht leicht falle: Abschied vom wunderbaren Johannesdom, Abschied von einer schönen Pfarrei, Abschied von vielen Menschen, die ihm in den letzten Jahren so sehr ans Herz gewachsen sind. Eingehend auf das Evangelium musste er daran denken, was wohl Jesus zu ihm in dieser Situation sagen würde. "Wahrscheinlich würde er lächeln und sagen: Warum stellst du dich so an. Warum fällt dir der Abschied schwer und hängst du fest an etwas, wo ich doch gesagt habe 'Wer nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet, kann nicht mein Jünger sein".

"Wir haben Dich als einen sehr freundlichen, mitfühlenden und geselligen Menschen kennengelernt, der offen und immer zur Mitarbeit bereit war", verabschiedete Hans Pamler im Namen von Pfarrei und Kirchenverwaltung den Kaplan. Die große Anzahl der Anwesenden zeige, wie sehr Christian Blank in Nabburg geschätzt werde.

Er war auch ein Kaplan, der sich zumindest in zwei Sachen von seinen Vorgängern unterschieden habe: Für den Osterritt brauchte er keine Reitstunden, die hatte er ja schon beim Pfingstritt in Bad Kötzting. Und er war ein Kaplan, den man schon von weitem erkannt habe - am Autokennzeichen AM - EN. Schließlich gebe es noch einen ganz wesentlichen Punkt, der ihn von seinem Vorgänger als auch vom Nachfolger unterscheide - er ist ein echter Oberpfälzer. Schade fand es Pamler, dass es nur zwei Jahre in Nabburg waren. "Wir hätten es schon noch ein Jahr mit Dir ausgehalten". Aber Regensburg sei ja nicht aus der Welt und so hoffe er, "dass wir uns ab und zu wiedersehen." Als Erinnerung an seine erste Kaplanstelle und auch als kleines Dankeschön gab es eine Figur des Nabburger Kirchenpatrons, Johannes der Täufer, in der Hoffnung, dass in der neuen Wohnung in Regensburg Platz dafür gefunden werde. Zusammen mit Pfarrgemeinderatssprecher Johann Süß übergab er die Figur, wobei Süß anfügte "Danke, dass Du bei uns warst". Beide wünschten alles Gute und Gottes Segen für die neue große Aufgabe in Regensburg. Am Ende des Gottesdienstes gab es für Kaplan Christian Blank nach persönlichen Worten an die Pfarrgemeinde von den Kirchbesuchern anhaltenden Beifall.

Nach dem Gottesdienst fand eine Begegnung auf dem Kirchplatz statt, an der viele Pfarrangehörige teilnahmen, um Blank ihre guten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Die Verabschiedung von den kirchlichen Vereinen Kolpingfamilie und der Katholischen Landjugend Brudersdorf, deren Präses der Kaplan war, fand bereits im Vorfeld statt.
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