Am 16./17. Juli in Nabburg ins Mittelalter eintauchen
Markt mit historischer Taverne

Der Organisationsausschuss stellt die Weichen für den Mittelalterlichen Markt am 16./17. Juli. Im Bild von links Evi Thanheiser, Ortsheimatpfleger Raphael Haubelt, Martina Klose, Bürgermeister Armin Schärtl, Cosima Wittenzellner, Hermann Böhnert, Ausschussleiter Karl Beer, Bernhard Wild, Irene Ehemann und Michael Giesl. Bild: Völkl
Vermischtes
Nabburg
15.04.2016
211
0

Nach dem Markt ist vor dem Markt: Schon seit November 2014 laufen die Vorarbeiten, damit die Gäste am 16./17. Juli wieder ins Mittelalter eintauchen. Bei der Präsentation des Programmes machte der Organisationsausschuss Lust auf Feuerspucker, Schabernak, Handel, Handwerk und eine Besonderheit.

Die Besucher können sich in einer "Doppelstocktaverne", einem zweistöckigen, historischen Zelt am Schotterparkplatz am Unteren Markt, mit Speis und Trank verwöhnen lassen, verriet Karl Beer, der Leiter des Organisationsausschusses, der im Rathaus tagte. Die Mitglieder hatten sich dem Anlass entsprechend gewandet, als sie auf den Mittelalterlichen Markt 2016 - die 14. Auflage - einstimmten. Karl Beer war überzeugt: "Das wird wieder einer der Fest-Höhepunkte im Landkreis Schwandorf. Der Großteil der Arbeiten ist bereits erledigt, jetzt geht es an die Feinplanungen". Das Grundkonzept wird im Großen und Ganzen beibehalten. Alle bewährten Plätze in der Altstadt stehen wieder zur Verfügung. Erst vor kurzem hat sich noch zusätzlich ein neues Areal in der Spitalgasse herauskristallisiert.

Der Andrang der Bewerber in allen Bereichen war riesengroß: sowohl bei Bewirtern und Händlern als auch bei Schaustellern und Handwerkern. Der Ausschuss hat alle Bewerbungen geprüft und sorgfältig ausgewählt. Er legte ein Augenmerk auf Vielfalt und Neuerungen, band aber auch viele bewährte Stände in das Gesamtkonzept ein. 50 Handwerker - drei mehr als 2014 - hat der Ausschuss zum Markt zugelassen, 34 Händler (35) und 37 Bewirter (35). Es gibt noch eine Vielzahl von weiteren Bewerbungen, über die noch entschieden wird.

Als besondere Attraktionen wertet der Ausschuss die historischen Badestube, das Kinderkarussell, die fünf Lagergruppen sowie die Ochsenbraterei des Lionsclub Oberpfälzer Wald im Kochgarten. Neu ist in diesem Jahr die Stadtwache aus Amberg, die ihre Zelte an der Stadtmauer in der Sackwebergasse aufschlagen wird. Neu sind auch einige Handwerker, die Arbeitsweisen im Mittelalter zeigen, sowie mehrere Verkaufsstände mit Waren aus dem Mittelalter. Es gibt Speckstein-Schnitzer, Glasperlenmacher und Schreiner, die historische Möbel fertigen. "Eine wesentliche Bereicherung ist die Anwesenheit der Mittelalterfreunde aus Deberndorf, die allein an sechs verschiedenen Ständen alte Handwerkskunst zeigen", freut sich Beer. Größter Wert wurde vom Organisationsausschuss darauf gelegt, dass sich jederzeit und überall was rührt." Musik, Ritterkämpfe, Feuerschlucker und Tanzfrauen, Waschweiber und Kräuterhexen sorgen an den verschiedenen Plätzen dafür.

Familienfreundliche Preise


Die Eintrittspreise sind wie gewohnt familienfreundlich: So zahlen die Besucher 2016 pro Tag vier Euro Eintritt, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Es besteht die Möglichkeit, Eintritts-Embleme für beide Tage im Vorverkauf zum Vorzugspreis von sechs Euro im Touristikbüro der Stadt im Rathaus zu erwerben. Als Eintrittsmarken gibt es wieder unterschiedliche Armbänder für beide Tage.

ist für die Mitwirkenden von auswärts wie eine Marke, weiß Karl Beer. "Ein Ravensburger Händler hat zu mir gesagt, man kann jeden Mittelalterlichen Markt besuchen, Nabburg muss man besuchen." Bürgermeister Armin Schärtl dankte dem ehrenamtlichen Organisationsteam für seine Top-Vorbereitung. Er erwartet am großen Festwochenende "20 000 Besucher plus X". (Hintergrund)

"Zackenflanke" und "drahde Erdäpfl"Musik und Theater

Neben den bekannten Klängen von Pio Mc Carthy und dem Spilmann Bernd von Ammenberg, sorgt "Zackenflanke" mit einem Mix aus mittelalterlicher Musik und Neofolk für Power. "In Aterno" verbreitet Gute-Laune-Musik zum Tanzen. "Amici Musique" ist dabei und Bauchtänzerinnen ziehen durch den Markt. In der Sackwebergasse gibt es Aufführungen des Nabburg-Theaters.

Essen und Trinken

Dafür sorgen die Nabburger Vereine und professionelle Anbieter an mittelalterlich gestalteten Ständen. Die Speisenkarte reicht von "drahde Erdäpfl" über Baumstrietzel bis zu "Laibereien".

Ritter- und Lagerleben

Mit spektakulären Ritterkämpfen werden heuer erneut Berthold's Mannen aus Nabburg die Besucher begeistern. Ihre Zelte schlagen auch "Hospitaliter Ratisbona", "Dillnberch Schlorcher", die "Haunsperger Landsknechte" aus Neufahrn, die "Kurfürstliche Schloßwache zu Amberg" und die "Amberger Stadtwache 1995" auf. Sie zeigen das Lagerleben, Schwertkämpfe, Waffenschauen und Feuershows. Mit den Gruppen ist eine zeitliche Einordnung vom Frühmittelalter bis zum 30-jährigen Krieg gelungen.

Kinderprogramm

Ein weit sichtbares Holz-Emblem weist den Weg zum Armbrustschießen, Glücksrad drehen, Filzen, Speckstein schnitzen und ins Lagerleben der Ritter. Es gibt auch wieder einen Kinderquiz.

Bürgermeisterserie: Christian Hösl

Nabburg. (cv) Wie bei den zurückliegenden zwölf Mittelalterlichen Märkten gibt es eine Erinnerungsmedaille, die der Münzmeister des Nabburger Forums mit der historischen Münzpresse im Spitalhof prägt. Sie zeigt diesmal Dr. Christian Hösl, der von 1956 bis 1968 Bürgermeister der Stadt Nabburg war. Die Medaillen werden in Gold, Silber und Messing geprägt.

Die Gold-Version für 640 Euro und die Silbervariante für 14,90 Euro müssen jedoch bis zum 1. Juni vorbestellt werden (Überweisung auf die Konten des Forums Nabburg: Raiffeisenbank im Naabtal e.G., IBAN: DE45 7506 9171 0001 2098 17 oder Sparkasse im Landkreis Schwandorf, IBAN: DE96 7505 1040 0570 0079 71.

Ausstellung über Redensarten

Nabburg. (cv) Neben der Münzpresse gibt es im Zehentstadel eine ungewöhnliche Ausstellung zu sehen. Sie beinhaltet Redensarten, Sprichwörter und Ausdrücke, die seit dem Mittelalter verwendet werden. Es wird noch eine Herausforderung für Ortsheimatpfleger Raphael Haubelt sein, diese verbale Geschichte bildlich in Szene zu setzen. Raphael Haubelt betreut auch die Werbung für den Mittelalterlichen Markt. Die Plakate sind diesmal mit einem CR-Code versehen. Mit dem Handy kommen Besucher so schnell an alle Infos über den Mittelalterlichen Markt. Die Flyer sind kleiner und handlicher.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.