Anselm Grün spricht in der Nordgauhalle
Mut zu Entscheidungen haben

Autor Anselm Grün suchte das Gespräch mit den Zuhörern und signierte seine Bücher. Bilder: Hirsch (2)
Vermischtes
Nabburg
27.10.2016
82
0

Warum wollen so viele Menschen diesen kleinen, unscheinbaren Mann in schwarzer Mönchskutte hören? Wo der Benediktinerpater Anselm Grün auftritt, sind die Säle voll. Am Dienstag kamen 1100 Leute in die Nordgauhalle.

200 Vorträge und Seminare im Jahr, 300 Bücher mit 15 Millionen verkauften Exemplaren: Der 71-jährige Theologe, Philosoph und Manager ist erfolgreicher denn je. Zwei Jahre musste die Raiffeisenbank im Naabtal auf einen erneuten Termin mit ihm warten. 2014 war Anselm Grün schon einmal hier. Wer damals keine Karte bekam, war diesmal an der Reihe.

Neues Buch vorgestellt


"Was will ich? Mut zur Entscheidung". Den Titel seines jüngsten Buches machte der erfolgreiche Autor auch zum Thema seines Vortrages. 36 Jahre lang war Anselm Grün wirtschaftlicher Leiter der Benediktinerabtei Münsterschwarzach und hat beim Börsencrash auch Verluste eingefahren. Er steht aber zu seinen Entscheidungen, denn: "Wer in der Krise nichts verloren hat, hat vorher auch nichts gewonnen."

Verantwortung übernehmen und seinen Kopf hinhalten - das beweise Charakterstärke. "Wie ist es aber, wenn jemand mit dem Rücken zur Wand steht?" Wer sich in die Enge getrieben fühlt, der könne sein Gegenüber mit dem Jesus-Wort entwaffnen: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Anselm Grün rät zu klaren Entscheidungen, im Beruf ebenso wie in der Familie. Den Zauderern gibt er zu bedenken: "Wer Entscheidungen ständig hinausschiebt, über den wird entschieden." Oder: "Wer sich alle Türen offen halten will, dem bleiben sie am Ende versperrt."

Der Mensch soll nach seinem Gewissen entscheiden, nicht nach irgendwelchen Normen. Auch nicht nach denen der katholischen Kirche. Wiederverheiratete Geschiedene sollten selbst entscheiden, ob sie zur Kommunion gehen wollen, und nicht auf ein Signal aus Rom warten. "Und diese Entscheidung haben die Priester zu respektieren." Auch Jesus habe den Geheilten zu eigenverantwortlichem Handeln aufgefordert, als er sagte: "Steh auf, nimm dein Bett und geh!"

Dankbar sein


Anselm Grün rät zur abendlichen Meditation. Wenn einiges schief gelaufen sei während des Tages, dann sollte man sich das Positive heraussuchen und dafür dankbar sein. Dankbar war der Referent auch für den Scheck über 2500 Euro, den ihm die Vorstandsmitglieder Bernhard Werner und Christian Seidl überreichten. Das Geld fließt in das Projekt "Reiten mit Behinderten" am Gymnasium Münsterschwarzach, das Pater Anselm Grün unterstützt.

Nach dem Vortrag nahm sich der Ordensmann Zeit zum Gespräch mit den Zuhörern und signierte Bücher.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.