Bedeutender Kulturträger

Vermischtes
Nabburg
16.03.2016
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"Musik ist wahrlich Eure Stärke", würdigte Peter Gaschler, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), die Jugendblaskapelle. Das Orchester sei nicht nur Kultur- sondern auch Bildungsträger. Hier werde Jugendlichen geholfen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Die Vereinsstruktur des gemeinnützig anerkannten Vereins Jugendblaskapelle gliedere sich nach den Worten von Vorsitzendem Joseph Ferstl in folgende Besetzungen: Bläserklasse 2014 (Leitung Marion Schärtl), Bläserklasse 2012 (Karin Raab), Nachwuchsorchester (Stefan Neger), Jugendblaskapelle Nabburg (Markus Ferstl), Nabburger Blasmusik (Josef Weber), Vier-Mann-Quintett (Josef Weber), Mittelalterliche Stadtbläser (Matthias Raab). Zum Ende des Jahres 2015 zählte die Blaskapelle insgesamt 239 Mitglieder. Diese Zahl ergebe sich aus 139 Aktiven im Durchschnittsalter von 20 Jahren und 100 passiven oder fördernden Personen. Schwerpunkt der über 60 Spieleinsätze im vergangen Jahr sei wiederum die Auftrags- oder Gebrauchsmusik gewesen: "Bei der Gestaltung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt waren wir dabei, ebenso bei kirchlichen Festen". Herausragend dabei das Neujahrskonzert, die Sommerserenade im Spitalhof und das Musikfestival "tonart" mit dem Besuch der Musiker aus Werpeloh. Nach Hochrechnung aller Auftritte hätten die Aktiven der Orchesterbesetzungen rund 5000 Freizeitstunden zur Freude der Menschen und zur Ehre Gottes geopfert.

Heim gut ausgelastet


Als Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens nannte Joseph Ferstl das Heim Sankt Angelus. "Es ist jeden Wochentag beansprucht außer Sonntag". Die durchschnittlich 50 Unterrichtsstunden wöchentlich verteilen sich im Wesentlichen täglich auf die Zeit von 15 bis 21 Uhr.

Von soliden Finanzen konnte Rechnungsführer Herbert Werner berichten. Er stellte am Ende seiner detaillierten Ausführungen fest: "Der Verein ist gut bei Kasse". Zum Jahresabschluss verfüge er trotz geringfügiger Mehrausgaben noch über ein gutes Rücklagenpolster, das es erlaube, die Finanzierung einer neuen Bläserklasse anzugehen.

Über etliche außermusikalische Aktivitäten informierte Mitgliedersprecherin Christina Kalb. Da nannte sie einen Preisschafkopf, Vereinsfasching, Agapefeier an Ostern, Gartenfest, Fußballturnier, Kegelnachmittag und Weihnachtsfeier. Eine "klangvolle Werbung" und "Aushängeschild für die Stadt", bezeichnete Bürgermeister Armin Schärtl die Jugendblaskapelle. Für ihn seien die Auftritte des Klangkörpers immer wieder Höhepunkte im Jahreskreis. Im Namen der Stadt dankte er für die hohen Freizeitopfer für die allgemeine Erbauung und wünschte viel Erfolg für die weiteren Vorhaben. Der "Hausherr" von Sankt Angelus, Stadtpfarrer Hannes Lorenz, war ebenfalls voll des Lobes für die Kapelle. "Die kirchlichen Feste erfahren durch Eure Musik eine Bereicherung". Darum stelle er gerne das Musikerheim als Gegenleistung zur Verfügung und bemerkte, "es ist bei Euch in guten Händen".

Impulse richtig gesetzt


"Über Euren Vorsitzenden seid Ihr bestens im Musikbund integriert", hob Peter Gaschler die Verdienste Ferstls auf Bezirksebene hervor. Die gute Musik, die in Nabburg gemacht werde, finde in vielen Besuchern ihren verdienten Lohn und sei auch gleichzeitig Bestätigung für fundierte Ausbildung. Dafür brauche es aber auch Menschen, die sich einsetzen. Bei der Jugendblaskapelle werden die richtigen Impulse gegeben. Zum Abschluss wurde noch eine stattliche Anzahl von Verdienstmedaillen und Ehrennadeln für langjährige Vereinstreue verliehen (Bericht folgt).

Fleiß bei der AusbildungAuf 340 Probenstunden bezifferte Dirigent Markus Ferstl die Unterrichtszeiten der Ensembleleiter. Ein "dickes" Lob hatte er für das geschlossene Mitmachen bei den verschiedensten Einsätzen parat. Über 1100 Stunden erteilter Einzelunterricht ermittelte der Dirigent bei den Ausbildern Gerhard Böller, Stefan Brunner, Norbert Eckl, Markus Ferstl, Melanie Ferstl, Josy Ferstl, Christina Kalb, Stefan Neger, Karin Raab und Ramona Scheibinger. "Dass gute Arbeit geleistet wurde, zeigte sich bei den Prüfungen", stellte Markus Ferstl fest und verwies auf neun Abzeichen in Bronze und sieben in Silber.
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