Bei 3500 hat Frischholz zu zählen aufgehört
Der Herr der Orden

Über 3500 Orden und Auszeichnungen hat LVO-Präsident Hans Frischholz in seiner Zeit bei der FG Nabburg und im Landesverband erhalten. Derzeit ist er dabei, sie systematisch zu ordnen. Bilder: Völkl (3)
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Nabburg
07.02.2016
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Den Verdienstorden der närrischen europäischen Gemeinschaft gab es für die Pflege der Auslandskontakte.

Staatsempfänge bei Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer: Hans Frischholz, auf Landesebene Präsident der Narrenzunft, rückt im Fasching ganz nah an die Regierenden. Doch der Nabburger ist mehr fürs närrische Volk zuständig - seit 33 Jahren. Seine Ordenssammlung ist einmalig: Bei 3500 hat Frischholz zu zählen aufgehört.

Früher durften die Söhne Marco und Alexander den Partykeller nutzen, nun beherbergt er Orden über Orden. Als Hans Frischholz im November 2014 in den Ruhestand trat, fasste er sich ein Herz: Er ordnete die diversen "Depots" systematisch. Hinter Glas, an den Wänden und in Kisten funkeln Orden und Abzeichen in allen Größen und Formen. Wichtig sind sie ihm alle: Sie erzählen Geschichten, erinnern an schöne Erlebnisse.

Hans Frischholz, BRK-Mann durch und durch, blickt zurück auf die Zeit der großen Nabburger Bälle, als die Rotkreuz-Garde durch die Nordgauhalle wirbelte. Warum nicht eine Faschingsgesellschaft gründen? Der damalige Bürgermeister Alois Kraus prognostizierte der Truppe bei der Gründung 1982 keine lange Lebensdauer, erinnert sich Frischholz. Doch auch Kommunalpolitiker können sich täuschen. Ludwig Kiener und Helga Ruhland waren das erste Prinzenpaar. Die FG Nabburg wurde zum Trendsetter, fuhr mit ihren Gardemädchen auch in Nachbarkommunen und legte oft pro Abend drei Auftritte an verschiedenen Orten hin. Diese Zeiten des Zusammenhalts und der Kameradschaft möchte Hans Frischholz nicht missen. Die FG verlieh ihm für seine Aufbauarbeit den Gründungspräsidenten-Orden.

Es entwickelte sich auch ein guter Draht zur Landesverband. 1996 wurde der Nabburger zum Landespräsidenten gewählt - und ist es bis heute. Es freut ihn, dass sich die Zahl der Faschingsgesellschaften in dieser Zeit von 42 auf 84 verdoppelt hat. Die großen Gardetreffen wurden eingeführt, diverse Auszeichnungen: Landesverbandsorden, Gardeleistungsabzeichen, Leistungsspangen, Steckkreuze. Vor allem die Auszeichnungen für die Gardemädchen liegen Hans Frischholz am Herzen: "In den Auftritten steckt so viel Arbeit". Da ist der Landespräsident auch mal an einem Abend 400 Kilometer unterwegs, um die Ehrung vorzunehmen.

"Bin Ehrengardemädchen"


Hinzu kommen Tagungen auf Bundesebene, in Österreich und in der Schweiz. Auch in Frankreich und Spanien wird das Faschingsbrauchtum gepflegt. Und egal, ob Gardetreffen, Ball oder Tagung - überall gibts Orden als Gastgeschenke. Besondere Bedeutung haben für Frischholz der BDK-Verdienstorden in Gold und der Verdienstorden der närrischen europäischen Gemeinschaft - für die Pflege der Auslandskontakte. "Außerdem bin ich Ehrengardemädchen von Österreich", lacht Frischholz - weil auf seine Anregung hin im Nachbarland die Leistungsabzeichen eingeführt wurden. Der Präsident plant schon wieder: Im April Garde-Seminar, im Mai Präsidentenkonvent und Bundestagung in Österreich, im Juni Häxn-Fest in der Schweiz. Da muss er hin: Schließlich hat ihn die Narrenzunft "Chlösterli" Urdorf zur "Ehrenhäxe" ernannt und ein Hexenkostüm verpasst. Frischholz heißt hier übrigens "Balbina von Chliwaidli".
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