Beschäftigte von EMZ und Kennametal im Warnstreik
"Nicht abspeisen lassen"

Protest mit Trillerpfeifen: Etwa 200 Beschäftigte der Betriebe EMZ und Kennametal beteiligten sich gestern Mittag am Warnstreik. Wenn es am heutigen Freitag zu keinen Tarifabschluss kommt, plant die IG Metall in vier Betrieben des Geschäftstellenbereiches Amberg 24-Stunden-Warnstreiks. Bild: Hartl
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Nabburg
12.05.2016
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"So ein schwaches Angebot - das haben wir noch nie erlebt". Darin waren sich die Betriebsratsvorsitzenden von EMZ Hanauer, Kennametal/Hertel und Kennametal/Rübig mit Udo Fechtner von der IG Metall-Geschäftsstelle einig. In der laufenden Tarifrunde bewegt sich das Angebot der Arbeitgeber bei 2,1 Prozent mit einer 24-monatigen Laufzeit. Völlig indiskutabel für die Gewerkschaftsmitglieder, die fünf Prozent fordern.

Knapp 200 Mitarbeiter aus den drei Nabburger Betrieben traten gestern in den Warnstreik und zogen mit den Betriebsratsvorsitzenden Manfred Kraus, Jürgen Winkelmeier und Georg Bauer zur Nordgauhalle. Auch Bürgermeister Armin Schärtl war gekommen: "Wie sind froh, diese Betriebe in der Stadt zu haben", betonte er. Doch was wären sie ohne die Arbeit und den Fleiß der Beschäftigten, die nun hier ihr demokratisches Recht wahrnehmen.

Udo Fechtner, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall-Geschäftsstelle Amberg, betonte, dass man sich "nicht so abspeisen lässt". Bei Betriebsversammlungen sei von tollen Ergebnissen der Unternehmen die Rede, aber wenn die Tarifverhandlungen anstehen, komme "die Krise". Es gebe keinen Grund zum Jammern. "Die Arbeitgeber müssen sich bewegen und den Wert unserer Arbeit auch in Euro und Cent ausdrücken" .
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