BRK-Sozialstation Nabburg eingeweiht
Ein neues Zentrum der Hilfe

Die Sozialstation des Bayerischen Roten Kreuzes ist jetzt am ehemaligen Krankenhaus angesiedelt. Dort segnete Pfarrer Hannes Lorenz die sechs Dienstfahrzeuge, wobei ihm BRK-Direktor Alfred Braun und BRK-Kreisvorsitzender Volker Liedtke "assistierten". Bilder: jua (2)
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Nabburg
09.05.2016
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Im ehemaligen Krankenhaus, vom Bayerischen Roten Kreuz 2015 erworben, wurden die neuen Räume der BRK-Sozialstation eingeweiht. Altlandrat und BRK-Vorsitzender Volker Liedtke sprach die Laudatio und führte den Werdegang dieser Einrichtung auf.

BRK-Direktor Alfred Braun begrüßte die Gäste am neuen Standort im ehemaligen Krankenhaus, dem BRK-Gesundheits- und -Betreuungszentrum. Evangelische Pfarrerin Irene Friedrich sprach ihre große Freude über das breite Angebot an Hilfe aus, zu dem nun noch ein Baustein dazugekommen ist. Pfarrer Hannes Lorenz wusste, dass in der heutigen Zeit die Betreuung und Hilfe oft zu kurz kommt. Durch den eingespannten Terminplan sei es schwierig, die Bedürfnisse jedes Einzelnen zu beherzigen. Die Geistlichen übernahmen die Segnung der neuen Räume und der draußen stehenden BRK-Fahrzeuge. BRK-Kreisvorsitzender Volker Liedtke erinnerte, dass der Grundstein der BRK-Station Nabburg bereits 1979 gelegt wurde. Dr. Josef Ziegler initiierte seinerzeit die Gründung eines Pflegedienstes im nördlichen Bereich. Er stellte dem BRK damals Räume in Pfreimd zur Verfügung. Für ganze fünf D-Mark Monatsmiete durften die Dienste des Roten Kreuzes die Räume nutzen. 1994 zog das BRK ins damalige Altenheim nach Nabburg um. 2003 fing die Sozialstation im Obergeschoss der "Arche Noah" an.

Durch die ambulante Pflege soll es vor allem möglich sein, die Selbständigkeit kranker, alter oder hilfsbedürftiger Menschen in ihrer vertrauten Umgebung so lange wie möglich zu erhalten. Behandlungs-, Verhinderungs- und Grundpflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung werden angeboten. 210 Patienten beanspruchen den Hausnotruf, der durch einen Tastendruck am Funksender oder der Teilnehmerstation eine direkte Verbindung zur Notrufzentrale herstellt und sofortige Hilfe vom 24- Stunden-Bereitschaftsdienst gewährleistet ist. Die BRK-Sozialstation beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter, versorgt circa 75 Patienten und bewerkstelligt dies mit sechs Fahrzeugen. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf stellte die politische Entscheidung der 1995 eingeführten Pflegeversicherung, eines eigenständigen Zweigs der Sozialversicherung, in den Vordergrund. Erst auf dieser finanziellen Basis konnten zahlreiche caritative, gemeinnützige und auch private Sozialstationen entstehen.

"Über die Einrichtung der BRK- Sozialstation waren sich Stadtrat und Bürgermeister ausnahmsweise mal einig", erklärte Bürgermeister Armin Schärtl lachend. Das Stadtoberhaupt ist sich sicher, dass das Haus, nach dem kurzen Intermezzo mit Asklepios, nun eine Zukunft hat. Die musikalische Begleitung übernahm das Duo mit Sängerin Heidi Davies und Keyboarder Christian Brock, passend zum Anlass. "So soll es sein, so soll es bleiben", hieß es im Songtext von "Ich+Ich", den die beiden Musiker zum Abschluss der Feier vortrugen.
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