Das Ende der Ära Windisch

Johannes Windisch wie eh und je: An seinem Abschiedsabend legte er sich nochmals mächtig ins Zeug und dirigierte das Kammerorchester mit der Solistin Carolin Sax (stehend).
Vermischtes
Nabburg
26.07.2016
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"Arrivederci, schön war's": Unter diesem Motto verabschiedete sich Musiklehrer Johannes Windisch am Gymnasium in den Ruhestand. Zu seinem letzten Konzert kamen am Samstagabend viele Besucher. Sie erlebten ein abwechslungsreiches Programm.

In der Einzelsporthalle des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums versammelten sich Schüler, Kollegen wie auch Freunde und Familie des "Mister Music" der Schule, um ihn gebührend zu verabschieden. Im Mittelpunkt des Konzertabends stand neben dem Schulorchester das Vokalensemble "Auftakt", deren Mitglieder am Ende eine kleine Überraschung für ihren Chorleiter parat hatten.

"35 Jahre war er nicht nur Lehrer, sondern gestaltete das Schulleben mit großem Engagement", lobte Oberstudiendirektor Franz-Xaver Huber den Musiklehrer Windisch in höchsten Tönen. Moderator Dr. Christian Süß kündigte sogleich das erste Musikstück an: Die vom großen italienischen Violinisten des Barocks, Arcangelo Corelli, komponierte "Sonata VII, opus 1" gab das Streichertrio, bestehend aus Carolin Sax (Violine), Astrid Panaget (Violine) und Martin Panaget (Violoncello), unter Begleitung von Johannes Windisch am Cembalo zum Besten. Im Anschluss daran kam erstmals "Auftakt" zum Einsatz. Wie es der Ansager des Abends so treffend formulierte, war nun erst einmal Schluss mit dem Vergnügen. Denn der privat organisierte Chor von Musiklehrer Johannes Windisch stimmte nun eher "mystische" Töne an. Auf hohem Niveau trug er Titel wie "Itene, o miei sospiri", "Der Feuerreiter" oder "Sdegno la fiamma estinse" vor.

Herausragende Solistin


Daraufhin wurde das Publikum vom Kammerorchester des Gymnasiums mit der Romanze in F-Dur von Ludwig van Beethoven in die Pause verabschiedet. An der Solovioline beeindruckte hierbei die gerade einmal 14-jährige Schülerin Carolin Sax mit ihrem eindrucksvollem Können.

Der A-cappella-Chor "Auftakt" leitete die zweite Hälfte des Konzertabends ein. Im Gegensatz zu den anfänglich ernsten Klängen beeindruckten die Sänger nun ihre Zuschauer mit fröhlicheren Stücken wie "So soll es bleiben", "Rendezvous" oder "Parkplatzregen". Danach präsentierte sich auch das Streichorchester der Schule mit dem Stück "Eine kleine Lachmusik", komponiert von Wolfgang Schröder, der hierbei Mozarts "Eine kleine Nachtmusik" parodierte, indem er "Ohrwürmer" aus anderen Musikstücken integrierte.

Reich an Höhepunkten


Zum Schluss trat noch einmal das Herzstück des Abends auf: das Vokalensemble "Auftakt", bestehend aus ehemaligen Schülern des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums. Da bot sich ein Highlight nach dem anderen. So kam beispielsweise Heidi Klatt in dem Chorstück "Stand by your man" als solo-singende, verkleidete Hausfrau zum Einsatz. Gleich im Anschluss daran konnte sich auch Michael Rustler-Schecke in dem Stück "Kein Schwein ruft mich an" als Solist beweisen.

Ausflug zum Finale


Das letzte Stück des Gesangsensembles - "Hearst, dou bodt scho oana" - rundete das Konzertprogramm ab. Passend zum Text kleideten sich die beiden Chorsänger Markus Böhnert und Norbert Eckl wie zu einem Badeausflug und begeisterten das Publikum neben ihren Sologesängen mit einem lustigen Schauspiel. Nach einer vom Publikum geforderten Zugabe, einem Medley aus bekannten Kinderliedern, kündigte Moderator Dr. Christian Süß für Johannes Windisch eine kleine Überraschung an. "Auftakt" verabschiedete seinen Chorleiter mit dem bekannten Lied "Sag beim Abschied leise Servus", umgedichtet zu "Sag zu Nabburg leise Servus" - vom Schuldienst. Im letzten Durchgang des Liedes stieg auch das Publikum mit in den Gesang ein.

Am Ende standen die Zuhörer alle auf. Sie bejubelten den sichtlich gerührten Johannes Windisch. Der Studiendirektor bedankte sich daraufhin aufrichtig für diesen Abschiedsgruß und verabschiedete sich aus der Schule.
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