Experten sicher: Es war ein Wolf

Eine Untersuchung brachte Sicherheit: Bei dem Tier, das auf der Autobahn getötet wurde, handelte es sich um einen Wolf - wie hier auf dem Symbolbild zu sehen. Bild: dpa
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Nabburg
31.05.2016
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Der Verdacht hat sich bestätigt: Bei dem Tier, das in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bei einem Unfall auf der Autobahn getötet wurde, handelte es sich um einen Wolf. Weitere Erkenntnisse soll nun eine Gen-Analyse bringen.

/Schwarzenfeld. Was die Beamten der Autobahnpolizei bereits vermutet haben, ist nun Klarheit: Ein Wolf streunte in den vergangenen Tagen durch den Landkreis. Das bestätigten Fachleute im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt nach einer eingehenden Untersuchung des Kadavers: "Nach Einschätzung von Experten handelt es sich um einen Wolfs-Rüden", teilte die Behörde gestern Nachmittag mit. Das Tier war in der vergangenen Woche bei einem Unfall auf der A 93 zwischen Nabburg und Schwarzenfeld von einem Auto erfasst und getötet worden (wir berichteten). Der Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Das Landesamt für Umwelt gab nun eine Gen-Analyse in Auftrag. Dadurch wollen die Experten weitere Erkenntnisse - zum Beispiel über die Herkunft des Tieres - gewinnen. Mit diesen Ergebnissen ist etwa in drei Wochen zu rechnen.

Eine Gefahr für Menschen besteht nach Einschätzung des Landesamtes durch Wölfe nicht. Wie die Behörde mitteilt, seien die Tiere eher vorsichtig und versuchen, den Kontakt mit Menschen zu vermeiden. "In den letzten 50 Jahren sind in Europa neun Fälle von tödlichen Angriffen auf Menschen bekannt geworden, fünf davon durch tollwütige Tiere. Bei weiteren vier Ereignissen waren die Tiere vorher angefüttert worden und damit bewusst an den Menschen gewöhnt worden", schreibt das Landesamt auf seiner Homepage. Wer auf einen Wolf treffe, solle sich langsam zurückziehen, aber nicht weglaufen. Wem das Tier zu nahe erscheine, solle auf sich aufmerksam machen: "Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar", rät die Behörde. Die Möglichkeit, dass man im Landkreis Schwandorf auf einen Wolf trifft, ist dennoch verschwindend gering: In ganz Bayern gab es heuer fünf bestätigte Sichtungen. Im Landkreis wurde mindestens in den vergangenen zehn Jahren - bis 2006 ist die Statistik zurückverfolgbar - kein Wolf gemeldet.
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