Feiertagsbezogenes Programm im Freilandmuseum
Rund um die Kräuter

Kräuterbüschel binden und kaufen: Beides war an Mariä Himmelfahrt im Freilandmuseum in Neusath möglich. Bild: ral
Vermischtes
Nabburg
19.08.2016
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Zur Tradition in der Oberpfalz gehört es, an Mariä Himmelfahrt Kräuterbüschel zu binden und sie während des Gottesdienstes segnen zu lassen. Wie solche Büschel gefertigt und welche Kräuter dafür verwandt werden, wurde am Montag Nachmittag im Freilandmuseum gezeigt. Die Kräuterexpertinnen Ulrike Gschwendtner, Gabi Bretsch und Theresia Herdegen führten es vor. An ihrem Stand konnte nach Anleitung ein eigener Strauß gebunden werden; wer dies nicht tun wollte, konnte auch fertig gebundene Sträußchen erwerben.

Die Anzahl der Kräuter ist von Region zu Region verschieden. Mindestens besteht ein Strauß aus sieben Kräutern bis maximal 99 Kräuter. Typisch sind neben Alant Echtes Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedene Getreidesorten. In manchen Regionen werden in die Kräuterbuschen so viele Alantblüten eingebunden, wie Menschen, Kühe und Pferde auf dem Hof leben.

Für die Kinder gab es an diesem Tag auch etwas. Sie konnten mit Isabella Will leckere Kräuterbonbons aus einheimischen Kräutern aus dem Bauerngarten wie Thymian, Salbei und Pfefferminze oder Melisse herstellen. Diese wurden kleingehackt und gemörsert und zu karamellisiertem Zucker gegeben. Diese Masse wurde anschließend auf einen Stein gegossen und sofort in mundgerechte Stücke geschnitten. Jedes Kind durfte ein paar mitnehmen.
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