Flüssig, aber nicht überflüssig
17. Oberpfälzer Weltwasserwoche

Die "Oberpfälzer Weltwasserwoche" geht in diesem Jahr bereits zum 17. Mal im Freilandmuseum Neusath-Perschen über die Bühne, und wie immer können sich dabei die jungen Schüler besonders für die alte Pumpe begeistern. Bilder: Steinbacher (2)
Vermischtes
Nabburg
19.04.2016
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Wasser als wichtigstes Lebensmittel steht in den nächsten Tagen im Mittelpunkt des Interesses von jungen Schülern aus dem ganzen Bezirk, die die 17. Oberpfälzer Weltwasserwoche besuchen. Dabei geht es nicht nur feucht, sondern auch dreckig zu.

17 Stationen wurden dazu im Freilandmuseum Neusath-Perschen aufgebaut. "Weil es die 17. Wasserwoche ist?", fragte Ministerialdirigent Martin Grambow vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in München schmunzelnd und spielte auf die Übereinstimmung der Zahlen an. Aber natürlich wird es nicht jedes Jahr eine Station mehr, denn schon jetzt sind die Jungen und Mädchen zeitlich gut gefordert, wenn sie den ganzen Parcours im Museum durchlaufen.

Lob für Organisatoren


Grambow, der den jungen Zuhörern bei der Eröffnung der "Wasserwoche" als "oberster Wasserwächter Bayerns" vorgestellt wurde, zollte den Organisatoren großes Lob: "Wir beobachten diese Veranstaltung schon länger und sehen, wie schön sich alles entwickelt." Wer sich mit dem Thema Wasser beschäftige, beschäftige sich mit dem ganzen Leben, versicherte er. "Wir wissen alle gar nicht mehr, wie schön wir es hier haben, wir leben in einem Paradies", machte er den Schülern deutlich und schrieb ihnen ins Stammbuch, "dass wir alle achtgeben müssen, dass es so bleibt".

Handfestes Lernen


Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher hatte vorab ins gleiche Horn gestoßen und Wasser als "wertvolles Gut" bezeichnet - was sich nicht nur aus einem Blick auf die wasserarmen Region der Welt ergebe. Zu den Gästen der Eröffnungsveranstaltung am Montag gehörten auch Abgeordnete, Kommunalpolitiker und Behördenleiter von den Wasserwirtschaftsämtern und dem Landwirtschaftsamt.

Sie alle machten sich auf den Weg, einige der Stationen abzugehen, an denen sich die ersten Schüler bereits mit dem Themenschwerpunkt der Woche auseinandersetzten. Der ist sehr weit gespannt. So schilderte beispielsweise für den Bund Naturschutz Hermann Birnthaler aus Nabburg, was es mit dem praktischen Amphibienschutz auf sich hat. "Jede Art hat ihre eigenen Ansprüche an ihre Lebensräume", machte er deutlich. Das Thema Bodenschutz brachten zwei Experten aus den Wasserwirtschaftsämtern Weiden und Regensburg den jungen Zuhörern nahe. Die Kinder durften dabei Dreck und Erde zwischen ihren Händen verreiben, um den Unterschied zu lernen. Wer sich danach säubern wollte, konnte das an der benachbarten Pumpe, mit der jedes Jahr die Wassernutzung früherer Zeiten verdeutlicht wird. Dass auch der Ministerialdirigent und der Bezirkstagsvizepräsident einen schweren Wasserbottich schleppten, kam bei den Schülern gut an.

Die "Wasserwoche" dauert noch bis zum kommenden Montag. Mehrere tausend Schüler werden bis dahin diesen etwas anderen Unterricht unter freiem Himmel genießen können.
Wir beobachten diese Veranstaltung schon länger und sehen, wie schön sich alles entwickelt.Ministerialdirigent Professor Dr. Martin Grambow
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