Große Spende für den Pater

11 290 Euro betrug die Spendensumme, die Pater Gerhard Lagleder (Dritter von rechts) aus den Händen der Schulfamilie des Gymnasiums entgegen nehmen durfte. Bild: Dobler
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Nabburg
26.10.2016
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Die Summe war wieder enorm. 11 290 Euro brachte der Sponsorenlauf der Nabburger Gymnasiasten zusammen. Empfänger Pater Gerhard Lagleder war gerührt und zeigte seine Dankbarkeit deutlich. Danach musst er schon wieder weiter zum nächsten Auftritt - Spenden sammeln ist eine harte und aufwendige Angelegenheit.

Seit Jahren erweist sich das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium als treuer Verbündeter im Kampf des Missionsbenediktiners gegen die Aids-Seuche in Südafrika. Pater Gerhard (61), der aus Regensburg stammt und schon viele Jahre in Mandini in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal lebt, leitet dort als Präsident die Brotherhood of Blessed Gérard, eine Hilfsorganisation des Malteserordens.

USA fehlt als Geber


Aus kleinen Anfängen hat sich das Anti-Aids-Projekt des tatkräftigen Geistlichen zu einer bemerkenswerten Institution entwickelt, die auf vielen Feldern der Aids-Prävention, der Versorgung der Kranken und Sterbenden sowie der Fürsorge für die Waisen tätig ist. Das kostet viel Geld und bis vor einigen Jahren gehörte die USA zu den wichtigen Gebern. Seit diese Zahlungen eingestellt wurden, muss Pater Gerhard jedes Jahr längere Zeit in Europa versuchen, die fehlende Summe anderweitig aufzutreiben. In der Regel hält er Vorträge und bittet um entsprechende Spenden - die im übrigen auch steuerlich absetzbar sind.

Ein Schulfreund des Paters ist Lehrer am Nabburger Gymnasium - Wolfgang Schneider. Seinem Einsatz ist der jährliche Sponsorenlauf für das südafrikanische Aids-Projekt des Paters zu verdanken. Mit über 11 000 Euro lag auch heuer der Erlös aus der schulischen Sportaktion im Spitzenfeld der Spendensummen.

Ganze Schule engagiert


"Die ganze Schulfamilie und die Eltern und die Großeltern der Schüler haben sich engagiert", sagte Schulleiter Franz Xaver Huber bei der Übergabe des symbolischen Schecks vor den 5. und 6. Klassen, denen Pater Gerhard das Projekt ausführlicher vorstellte. Dass sich die Gymnasiasten so für die Hilfe für die afrikanischen Aids-Kranken einsetzen, bezeichnete der Pater als eine Art "Herzensbildung", die über den Fachunterricht hinaus weise. "Es ist auch gut, wenn man sich für die Hilfe anstrengen muss und nicht einfach Geld gibt", versicherte er schmunzelnd und mit Blick auf die vielen Laufrunden, die die jungen Schüler auf sich genommen haben, um die Spendensumme derart anwachsen zu lassen. Er machte klar: "Wir könnten nicht existieren ohne diese Spenden."
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