Gymnasiasten thematisieren Welternährung und fairen Handel
Bürger essen im Schnitt 1094 Tiere

Auf Einladung von Wolfgang Schneider besuchte Sabine Domscheit, Bildungsreferentin für globales Lernen, das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg. Gemeinsam mit der Expertin erkannten die Schüler, dass Nahrungsmittel "bio", regional und unter fairen Bedingungen erzeugt werden sollten. Bild: ema
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Nabburg
22.02.2016
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Auf Einladung des Religionslehrers Studiendirektor Wolfgang Schneider besuchte Diplom-Ingenieurin Sabine Domscheit - die Bildungsreferentin für globales Lernen des Eine-Welt-Ladens Teublitz - das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium. Sie sprach mit Schülern der zehnten Jahrgangsstufe über die aktuellen Themen der Welternährung und des fairen Handels. Die Veranstaltungen mit der Referentin sind zusammen mit der Schülerfirma "Laissez Fair(e)" ein Baustein in der Bewerbung des Gymnasiums um das Prädikat einer "Fairtrade-School".

Zunächst wurde das "Weltverteilungsspiel" gespielt. Dabei fanden die Jugendlichen heraus, dass aktuell 7,336 Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben, davon allein 60 Prozent in Asien. 10,8 Prozent der Weltbevölkerung zählen zu den "Hungernden", während andererseits 1,4 Milliarden Menschen unter Übergewicht leiden. Welchen Einfluss haben aber unsere Ernährungsgewohnheiten auf die Umwelt? Auch darüber wurde nachgedacht.

Eine Schülerin zeigte sich schockiert: "Allein für den Tierfuttersojaanbau in Brasilien werden Urwaldflächen gerodet, die so groß sind wie Frankreich und Portugal zusammen." Zu den Hauptfleischkonsumenten zählen neben den USA mit 124 Kilo Fleisch pro Person im Jahr auch Australien, Argentinien und Deutschland. Ein Schüler rechnete hoch: "Jeder Bundesbürger isst durchschnittlich 1094 Tiere im Laufe seines Lebens." Eifrig wurde das "Welternährungsquiz" gespielt. Abschließend wurde das Thema "Fairer Handel" am Beispiel des Einsatzes von afrikanischen Kindersklaven bei der Kakaoernte thematisiert. Gerade diese Problematik lag allen Beteiligten sehr am Herzen, bewirbt man sich doch derzeit als Schulfamilie um eine offizielle Zertifizierung als "Fairtrade-School". Was soll also zukünftig auf unseren Tellern landen? "Wir haben es täglich selbst in der Hand", so der Tenor der Schüler.
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