Gymnasium spielt Theater
Gnadenlos vorgeführt

Die Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums unter der Leitung von Maria Schenkl überzeugte mit dem Jugendstück "Creeps". Bild: hfz
Vermischtes
Nabburg
30.06.2016
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Die Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums Nabburg präsentierte mit "Creeps" ein mitreißendes Jugendstück. Die Mädchen bewerben sich um ihren Traumjob.

Drei junge Mädchen betreten gespannt und ein wenig ehrfürchtig ein großes TV-Studio, da sie zu einem Casting eingeladen wurden. Aus unzähligen Bewerbungen wurden sie "ausgewählt". Die Zuschauer in der gut gefüllten Einzelsporthalle werden nun Zeuge, wie die "Girls" alles tun, um den vermeintlichen "Traumjob" zu ergattern. Vor laufender Kamera gilt es nun, besonderes Talent zu beweisen.

Aus dem "Off" stachelt sie dabei ständig der Regisseur "Arno" mit scheinbar lockeren Sprüchen an. Gnadenlos werden die Mädchen nun vorgeführt und in immer härtere Konkurrenz getrieben. Letztlich nimmt die Handlung aber eine unerwartete Wendung, denn am Ende gelingt es sogar, eine Allianz zu schmieden und den "Zwergen-Aufstand" gegen den "TV-Gott" hinter den Kulissen zu erproben.

Mit "Creeps" von Lutz Hübner hat sich die Theatergruppe unter der Leitung von Maria Schenkl einen immer noch aktuellen Stoff ausgesucht, der schonungslos die Gewissenlosigkeit der Medien-Industrie entlarvt. Mit einem überraschenden Kunstgriff der "doppelten Rollenbesetzung" gelang es der Regisseurin, die verschiedenen Charakterzüge der Protagonistinnen Petra (dargestellt von Verena Wagner und Jana Fischer), Lilly (Lucia Haas und Luisa Siegert) und Maren (Hanna Vogel und Hannah Lobinger) herauszuarbeiten, heißt es in einem Pressebericht.

Die Akteurinnen zeigten eine bewundernswerte Gestik und Mimik. Mal gab es nachdenkliche und ruhige Phasen, gefolgt von fulminanten Gefühlsausbrüchen bis hin zu einer erschreckend echt wirkenden Schlägerei. Es wurde neunzig Minuten lang auf der puristischen, aber dennoch detailliert gestalteten Bühne getanzt, gelacht, gebrüllt, gestritten und geweint, um Regisseur Arno (gesprochen von Nele Wild und Magdalena Hausmann) zu überzeugen. Die Besucher bekamen unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Theaterabende geboten, für die sie sich mit stürmischem Applaus bedankten.
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