"Herzwerker" werben für soziale Berufe

Die "Herzwerker" der Naabtal-Realschule spielten Szenen aus sozialen Berufen. Hier veranschaulichen sie gerade Berufsinhalte, die eine Erzieherin aus dem Kindergarten beschrieb. Bilder: jua (2)
Vermischtes
Nabburg
19.03.2016
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Die Darsteller zeigten, dass zur aktiven Lebenshilfe auch ein Fitnessprogramm gehört.

"Habt ihr schon einmal eine Talkshow gesehen?", fragte Moderator Jean-Francois Drozak von der Organisation "Herzwerker" die Besucher. "Wir haben uns vier Gäste aus Sozialberufen eingeladen, die ihre Tätigkeit beschreiben und von Schülern szenisch begleitet werden", erklärte er den Ablauf eines außergewöhnlichen Theaterprojektes an der Naabtal-Realschule.

Schulleiterin Hannelore Reil-Heining erläuterte den Sinn und Zweck dieses Abends und wies auf die sozialen Projekte der Schule hin, die gut in dieses Konzept der "Herzwerker" passen. Deren Motto lautet "Nähe macht stark." Es gibt Handwerker. Es gibt Kopfarbeiter, und es gibt Menschen, die nicht nur mit Hand und Köpfchen arbeiten wollen, sondern noch etwas mehr suchen - die mit anderen Menschen arbeiten möchten, professionell und engagiert. Und denen es Spaß macht, vielen Menschen mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu vermitteln, ihnen Perspektiven zu eröffnen, sie zu fördern und zu begleiten.

Genau aus dieser Berufskategorie hatte "Herzwerker" Katrin Rehorz, Erzieherin im Kindergarten St. Marien, Martin Strobel, Leiter des Alten- und Pflegeheimes Schnaittenbach, Markus Blumenthal von der Behindertenhilfe im Wohnheim Glaubendorf und Oliver Guist von der Jugendhilfe im Ernst-Naegelsbach- Haus in Sulzbach-Rosenberg eingeladen. Das Bühnenbild bestand aus alten Blechtonnen und einem Stuhl für den jeweiligen Talk-Gast.

Jean-Francois Drozak stellte Fragen über deren Betätigungsfeld. Und die "Schauspieler" Paul Bibernell, Dominik Wöhl, Annalena Braun, Gina Plaisant, Julia Schmauß, Martina Schuller, Christoph Uschold und Vincent Gösch setzten gekonnt und mit viel Einfühlungsvermögen einige Episoden aus den Erzählungen der geladenen Gäste in Szene. Sie ernteten dafür viel Beifall.

Gerade das Kindergartenalter prägt den weiteren Verlauf des Lebens. "Haben sie eigentlich gewusst, dass ein Kind in den ersten fünf Jahren so viel lernt wie im übrigen Leben?", wollte Drozak von den Eltern wissen". Oft ist es schwierig, die Kleinen in den Kinderalltag zu integrieren. Was es für Probleme mit sich bringt, zeigten die Schüler in den ersten Szenen wirklichkeitsnah auf. Welche Probleme oder auch schönen Erlebnisse begleiten den bestimmt krisensicheren Pflegedienst im Berufsleben? Auch im Altenheim darf noch getanzt und Bier getrunken werden, vermittelten die Darsteller auf der Bühne. Was steckt hinter der Behindertenhilfe? "Hilfe zur Selbsthilfe, durch Unterstützung ein eigenes Leben für die Betroffenen zu organisieren", lautete eine der Antworten. Oliver Guist würde sich mehr Frauen für die Jugendhilfe wünschen, da somit die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Jugendlichen gedeckt werden könnten. Der Moderator ist selbst in einem Heim aufgewachsen und weiß, dass Geborgenheit und Unterstützung für das weitere Leben eine große Rolle spielen. Diese Berufe, so waren sich alle Teilnehmer einig, können auf jeden Fall mit dem Realschulabschluss erlernt werden.

Der Organisator des Abends, Bernd Schöttl, stellte auch das musikalische Begleitprogramm zusammen. Es spielte die Schulband mit Sängerinnen und Percussion-Gruppe.
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