Investor wartet auf grünes Licht

Auf einer 1,6 Hektar großen Acker-Fläche (Bildmitte, Vordergrund) möchte Admira rund 8,5 Millionen Euro investieren und ein Handelszentrum mit vier Märkten errichten. Ob es dazu kommt, hängt jetzt nur noch vom Stadtentwicklungskonzept ab, sagt der Geschäftsführer des Investors. Bild: Völkl
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Nabburg
13.08.2016
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Michael von Keitz wäre startklar. Wenn es nach dem Projektentwickler ginge, könnte das Handelszentrum so schnell wie möglich baureif werden. Die Verträge mit den ansiedlungswilligen Märkten liegen bei ihm in Bayreuth unterschriftsreif auf dem Tisch. Er wartet jetzt darauf, dass das Stadtentwicklungskonzept den Weg frei macht.

Ziemlich genau sieben Monate ist der Bürgerentscheid nun her. Am 10. Januar stimmten die Nabburger mehrheitlich für den Bau eines Einzelhandelsgroßprojektes an der Staatsstraße 2156 und verlangten gleichzeitig, dass die Stadt alle notwendigen Schritte unternimmt, dass auf der 1,6 Hektar großen Fläche ein Sonderhandelsgebiet ausgewiesen werden kann. Was ist seither von Seiten des interessierten Investors geschehen? - fragten wir Michael von Keitz, Geschäftsführer der Admira Handels- und Gewerbebau GmbH.

Der Projektentwickler strebte nach eigenen Angaben einen realistischen Branchen-Mix an. Seine vorläufigen Pläne stellte er im späten Frühjahr im Rathaus vor, wobei von Anfang an klar gewesen sei, dass für das notwendige Bebauungsplanverfahren die Hinzuziehung der Regierung der Oberpfalz notwendig sein wird. Bei dem für die Landesentwicklung zuständigen Beamten habe es nun in den ersten August-Tagen einen Gesprächstermin in Regensburg gegeben, an dem auch Bürgermeister Armin Schärtl teilnahm.

ISEK in Arbeit


Die Ergebnisse der Unterredung fasste von Keitz so zusammen: Laut Regierung gilt der ins Auge gefasste Standort als bisher "nicht integriert", weil er sich in einer Außenlage befinde. Die Regierung, so erklärte er weiter, würde jedoch mitmachen, wenn die Fläche im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Zwecke des Einzelhandels in Betracht kommt. Für diesen Fall habe die Regierung kein Problem mit dem Handelszentrum und würde auch keinen Einwand erheben. Eine ISEK-Fortschreibung habe die Stadt ja nach dem Bürgerentscheid in Auftrag gegeben. Nun komme es darauf an, zu welchem Ergebnis der damit befasste Gutachter von der "BBE-Handelsberatung" in München kommt. Ende August - so sehe es der aktuelle Zeitplan vor - solle ein erster Entwurf vorliegen.

Von Keitz zeigte sich "relativ optimistisch", dass die Fortschreibung in seinem Sinne ausfällt und keinen Hinderungsgrund für das Handelszentrum liefert. Denn: Jedes andere Ergebnis würde am Ausgang des Bürgerentscheids vorbeigehen. Darauf gelte es jetzt zu warten. Die Admira Handels- und Gewerbebau GmbH habe von sich aus alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen und sich auch das Grundstück über eine notarielle Vereinbarung gesichert.

Der Projektentwickler hat klare zeitliche Vorstellungen. Er geht davon aus, dass das Bebauungsplanverfahren nach der ISEK-Fortschreibung erfahrungsgemäß in etwa einem dreiviertel Jahr abgeschlossen sein könnte. Wirklichkeitsnah wäre folglich ein Baubeginn im Herbst 2017. "Das heißt, im Sommer 2018 könnte das Handelszentrum stehen", hofft der Admira-Geschäftsführer, "dass alles gut läuft."

Jetzt und nicht später


Das Projekt, in das sein Unternehmen voraussichtlich etwa 8,5 Millionen Euro investieren wird, könne einen echten Mehrwert für Nabburg schaffen. Der Standort an der in Richtung Oberviechtach führenden Staatsstraße ist seiner Meinung nach alternativlos, da verfügbar und schnellstmöglich umsetzbar. Das gelte für alternative Gelände, die von anderer Seite auch schon ins Gespräch gebracht worden waren, nicht.

Am Poststeig passe zum Beispiel der Grundstückszuschnitt nicht, außerdem fehle vor dem Bau der Umgehungsstraße die Verkehrserschließung. Mit dem Baywa-Gelände könne man nicht planen, weil nicht bekannt ist, ob und wann es jemals frei wird. Er halte nichts davon, das Handelsprojekt auf die lange Bank zu schieben und erst in x Jahren zu realisieren: "Ich tue alles dafür, das Projekt jetzt nach Nabburg zu bekommen", versicherte er und bekräftigte seine Überzeugung, den richtigen Standort ausgewählt zu haben. Diese Meinung werde auch von den möglichen Mietern (grüner Kasten) vertreten: "Die würden da nicht rein gehen, wenn es sich nicht lohnen würde."

Märkte für das HandelszentrumDie Verträge sind noch nicht unterschrieben, mit den potenziellen Mietern jedoch abgesprochen. Vier Märkte sind es, mit denen Projektentwickler Michael von Keitz den Einzug in das neue Handelszentrum in Nabburg vereinbart hat. Im Gespräch mit der NT-Redaktion nannte er die Namen: Als Lebensmittelvollversorger kommt demnach Edeka (mit Option auf einen Getränkemarkt), als Lebensmittel-Discounter siedelt sich Aldi an, als Bekleidungsmarkt das auch Markenartikel vertreibende AWG-Mode-Center und als Schuhfachmarkt die "Quick Schuh"-Kette. Alle vier Unternehmen zählen in ihren Branchen zu den Marktführern. Ihre Sortiment-Größen seien mit der Regierung der Oberpfalz bereits abgesprochen. (am)
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