Jahresabschluss beim THW
Nabburger vor Ort und weltweit im Einsatz

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Nabburg
22.01.2016
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"Im Kanon der Hilfsorganisationen ist das Technische Hilfswerk (THW) eine unverzichtbare Einrichtung." Dies betonte Bürgermeister Armin Schärtl bei der Jahresabschlussfeier des Ortsverbandes. Der Leiter der Bereitschaftspolizei-Außenstelle Gernot Schötz nahm Stellung zur geplanten Aufstockung der Ausbildungsplätze.

Das Jahr 2015 habe den ehrenamtlichen Helfern wieder einiges abverlangt, stellte Ortsbeauftragter Dietmar Bleistein im Lehrsaal der THW-Unterkunft auf dem Fichtenbühl bei seiner Rückschau im Beisein von Ehrengästen fest. 26 500 Dienststunden - im Durchschnitt je Helfer rund 260 - schlagen zu Buche. Unter anderem absolvierten acht Teilnehmer einen Atemschutzlehrgang, wurden 23 Fachlehrgänge - darunter auch an den Bundesschulen - besucht.

Störfallübung


Das THW war ebenfalls bei der Störfallübung an der Fluorchemie Stulln und der Brandschutzübung in Schmidgaden im Einsatz. Bleisteins Dank galt Schirrmeister Michael Kleierl für die Fahrzeugwartung und Instandsetzung. Der Fuhrpark verlange eine ausgeklügelte Logistik, so der Ortsbeauftragte. Das Projekt "Telelader" befinde sich dank der finanziellen Unterstützung der Stadt auf der Zielgeraden. Bleistein erinnerte an das Einsammeln der Christbäume, die Mithilfe beim Tonart-Festival und beim Adventsmarkt sowie an die Teilnahme am 150. Jubiläum der Feuerwehr. In diesem Zusammenhang erging ein dickes Lob an Jugendbetreuer Thomas Wilhelm, der "mit neuen Ideen die Jugendlichen geschickt an die Arbeit heranführt".

Stunden an der Autobahn


Für die eigentliche Kernaufgabe des THW - die Einsätze zum Wohle und Schutz der Bürger - sind 4402 Stunden angefallen. Allein die Autobahnbereitschaft war in 51 Einsätzen mit 1833 Stunden gefordert. Für den G 7 Gipfel in Elmau wurde Unterstützung eingebracht. In Kooperation engagierte sich der Ortsverband beim Umbau von 18 Flugzeughallen in Erding für die Erstaufnahme von rund 5000 Flüchtlingen.

Auslandseinsätze wurden in Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Nepal übernommen. In seinem Ausblick 2016 verwies Bleistein auf eine internationale Übung in Bulgarien. "Auf meine Mannschaft und den guten Förderverein bin ich stolz", sagte der Ortsbeauftragte. Die erhebliche Aufstockung der Bundesmittel fürs THW mit Unterstützung der Parlamentarier Marianne Schieder und Karl Holmeier in Berlin ist das Verdienst der Ehrenamtlichen und die Anerkennung fürs Engagement. Der OV Nabburg werde bei der Verteilung der Mittel gut bedient, ergänzte der Sprecher.

Das THW kann in der Flüchtlingsproblematik einen wichtigen Beitrag leisten, betonte der stellvertretende Geschäftsführer der Geschäftsstelle Schwandorf Matthias Karl. Die Erhöhung der Haushaltsmittel um 43 Millionen sei ein Riesenerfolg. Die Jugend für den sinnvollen Auftrag des THW zu begeistern, gewinne immer stärker an Bedeutung. Bürgermeister Schärtl bedankte sich für die Arbeit und den Einsatz der Ehrenamtlichen. Die Ausbildung müsse immer auf der Höhe der Zeit sein. Er wünschte den THW-Aktiven wenige und unfallfreie Einsätze.

Mehr Polizeinachwuchs


Die nachbarliche Zusammenarbeit und das gedeihliche Miteinander hob der Leiter der VII. Bereitschaftspolizei-Abteilung der Außenstelle Nabburg Gernot Schötz hervor. Die aktuelle Anzahl von 390 Auszubildenden werde um 40 erhöht. Die Unterbringung ist in den Räumen der Bundespolizei geplant. Die künftige Erweiterung sehe die Ausdehnung in östlicher Richtung vor und betreffe nicht das Gebiet des THW. Dieses sei auf dem Fichtenbühl unangefochten. Es genieße sogar Schutz durch die Bereitschaftspolizei. Fritz Kristel wird als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit in den Stab aufgenommen.

Die GeehrtenStellvertretender Geschäftsführer Matthias Karl und Ortsbeauftragter Dietmar Bleistein nahmen die Auszeichnungen vor. 10-jähriges Dienstjubiläum (mit Ehrenurkunde): Maximilian Eckl, Thomas Wilhelm. Einsatz beim G 7 Gipfel in Elmau (mit Einsatzabzeichen); Sabrina Hiltl, Michael Kleierl, Thomas Klonner, Matthias Mutzbauer, Richard Ries. Einsatz im Ausland: Dietmar Bleistein, Christian Grasser, Fritz Kristel, Patrick Wilhelm.

Ausbildung als Atemschutzgeräteträger: Katrin Babl, Christoph Bäumler, Jonas Gebhardt, Matthias Ferstl, Monika Ferstl, Anton Schmal, Martin Strießl, Ingo Wegmann. Auszeichnung für ehrenamtliche Stunden: Dietmar Bleistein (1232 Stunden), Christoph Bäumler (1144), Patrick Wilhelm (1114), Christian Grasser (1018), Thomas Wilhelm (928), Michael Kleierl (833) und Jonas Gebhardt (689). (ohr)
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