Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Gästeführer
Kultur- und Heimatpflege als Zukunftsfaktor

Gästeführer haben eine wichtige Funktion im kulturellen Leben der Stadt. Bei ihrer Hauptversammlung machten sich die Gästeführer Gedanken zum Thema "Heimat". Bild: Götz
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Nabburg
10.03.2016
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Die Kultur- und Heimatpflege hat eine herausragende Funktion. Diesen Aspekt stellte Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl bei seinem Vortrag in der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Gästeführer "Stadt Nabburg/Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen" klar heraus.

Vorsitzende Irene Ehemann freute sich über den guten Zuspruch im Schmidt-Haus und gab eine prägnante Rückschau. Die Vorstandschaft besprach in zwei Sitzungen interne Angelegenheiten und organisierte die Fahrt nach Bamberg. Sie wird den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben.

In ihrem Ausblick auf 2016 verwies die Sprecherin auf den Ausflug der Gästeführer am 2. Juli nach Landshut sowie auf drei Führungen: durchs Archiv der Stadt Nabburg im Herbst, durch den Zehentstadel (Haubelt-Schlosser) für die Gästeführer und durch die Marienkirche (Armin Schärtl). Bei Nachfrage treffen sich Interessierte zum Erzählcafé mit Frau Hirsch im Schmidt-Haus.

Bürgermeister Armin Schärtl bedankte sich für die wichtige Arbeit der Stadtführer und verwies auf einen Vortrag mit Robert Mitschke am 11. März. Dessen Masterarbeit beschäftige sich mit der These der Wittelsbacher zur Entwicklung von Nabburg als Investorenstadt im 13. und 14. Jahrhundert.

Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl sprach zum Thema "Heimatpflege heute, ein wichtiger Bestandteil regionaler Kulturarbeit". Der Referent ging auf den massiven Wandel von Heimat ein und beleuchtete auch die rechtliche Seite. Heimat habe Kultur, sei positiv besetzt und biete eine große Chance für die regionale Kulturarbeit. Ein Abgleiten ins Klischeehafte muss vermieden werden. In der fortschreitenden Globalisierung und der ständigen Kommunikation brauche der Mensch Verwurzelung - er will regionale Kultur erleben und suche die regionale Verankerung. Heimat ist an einem Ort festgemacht, so Appl.

Heimat ist vom Zusammenspiel von Kultur- und Naturraum geprägt und bedingt aufgrund der Vielfalt von Faktoren regionale Unterschiede. Kulturelles, historisches Erbe zu bewahren, ist Auftrag. "Ist Heimat noch liebens- und lebenswert gestaltet", wird immer wieder hinterfragt.

Heimatpflege brauche eine inhaltliche Weitung. "Kultur muss auch in der Region mit anspruchsvoller Qualität stattfinden." Reichhaltiges, anspruchsvolles Kulturleben spiele eine entscheidende Rolle. Menschen wählen den Wohnort unter dem Gesichtspunkt des Kulturangebots aus.

"Eine Kultur- und Heimatpflege, die einerseits das kulturelle und historische Erbe unserer Heimat erforscht, bewahrt und pflegt und andererseits mithilft, dass das aktuelle kulturelle Leben blüht und sich stetig weiterentwickelt, stellt nicht nur für die Identität und das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Bevölkerung einen unbezahlbaren Wert dar. Sie ist zu einem entscheidenden Zukunftsfaktor geworden", fasste Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl seine Kernaussage zusammen.
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