Kampagne findet auch im Landkreis großen Anklang
Umstellung auf Öko-Landbau floriert

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Nabburg
24.05.2016
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Der Anstoß für die Kampagne "Bioregio 2020" kam vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium. Ein breites Bündnis unterstützt sie auch im Landkreis.

Der Schwandorfer BN-Vorsitzende Klaus Pöhler freute sich, interessierte Bauern, Vertreter des Landwirtschaftsamtes, Kreisobmann Hans Wilhelm und Geschäftsführer Josef Wittmann vom Schwandorfer Bauernverband zu einem Vortrag von Georg Stöckl, Mitarbeiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt, begrüßen zu können. Er stellte fest, dass der Verbrauch an Bio-Lebensmitteln seit Jahren zunehme. Nun solle nach dem Willen des Landwirtschaftsministers Brunner auch die bayerische Landwirtschaft an diesem Wachstum teilhaben. Die Produktion ökologisch erzeugter Lebensmittel soll sich bis zum Jahr 2020 verdoppeln.

Wachsende Anzahl


Dem Bündnis "Bioregio 2020" gehören auch der Bauernverband, die Katholische Landjugendbewegung, der Hotel- und Gaststättenverband und andere namhafte Verbände an. Dem Landwirtschaftsminister zufolge habe der Slogan vom "Wachsen oder Weichen" ausgedient - der Trend der Zeit verlange Flexibilität und das Ausnutzen von Nischen. Fünf Fachzentren für Ökolandbau, angesiedelt beim AELF in Bamberg, Neumarkt, Ebersberg, Deggendorf und Kaufbeuren, sorgen in Bayern für flächendeckende Beratung. Georg Stöckl ist im Ökozentrum Neumarkt stationiert. Sein amtliches Betätigungsfeld ist die Mitte Bayerns von Cham bis Ansbach. Die betriebsbezogene Beratung solle Landwirten den Weg zur Umstellung ihres Betriebes auf den Ökolandbau erleichtern.

Stöckl selbst ist Biobauer im Nebenerwerb und konnte aus eigener Erfahrung praxisnah berichten. Seiner Aussage nach haben 2014 nur 150 Bauern auf Ökolandbau umgestellt, 2015 seien es bereits 600 gewesen und in diesem Jahr hätten sich bis Mai schon 800 Landwirte dafür entschieden. Ein wichtiges Kriterium sei der höhere Produktpreis, insbesondere der Milchpreis nach dem Wegfall der Milchquote im letzten Jahr.

Milchhof macht mit


Mittlerweile gäbe es in Bayern rund 3000 Betriebe wie Molkereien, Mühlen oder Brauereien, die die ökologisch erzeugten landwirtschaftlichen Produkte weiterverarbeiten und in den Handel bringen. Auch der Schwarzenfelder Milchhof bedient eine Schiene für Bio-Produkte. Die Herstellungs- und Vermarktungskette für Lebensmittel aus "kontrolliert biologischem Anbau" vom Bauern bis zum Verbraucher sei geschlossen. Biolebensmittel seien in Naturkostläden und in den meisten Supermärkten zu finden und würden vom Verbraucher lebhaft nachgefragt.

Herbert Wendl vom Schwandorfer AELF berichtete in der Diskussion von Umstellungen auch im Landkreis. Landwirte seien bei der Umstellung erfolgreich begleitet worden. BBV-Geschäftsführer Josef Wittmann begrüßte die Initiative, da sich die Umstellung für viele Betriebe rechne.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bund Naturschutz Schwandorf (2)Bioregio 2020 (1)
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