Kirwa in Perschen
In 75 Minuten senkrecht

Der Kirwabaum kam recht flott in die Senkrechte, danach störte aber ein hereinbrechendes Unwetter die Kirwa-Feiern. Bilder: aub (2)
Vermischtes
Nabburg
27.06.2016
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Bravourös erfüllte der Kirwaverein Pfreimd heuer seine Aufgabe. Sie lautete, mit dem Aufstellen des Baumes die Perschener Kirwa zu eröffnen.Noch dazu - mit dem Glück des Tüchtigen - rechtzeitig vor dem Regen.

Musikalisch taktvoll von der Jugendblaskapelle Nabburg angeführt und PS-kraftvoll von den Museumspferden gezogen, wurde das 25-Meter-lange Festsymbol pünktlich um 18.30 Uhr in Aufstell-Position gebracht. Rasch noch Wipfel und Kränze mit zart-rosa, hellblauen und weißen Bänder geschmückt, dann war der "rasierte" Fuß des Stammes schon fest in der Hand der 20 Mann starken Truppe des Kirwavereins Pfreimd. Seit einigen Jahren führen sie im Wechsel mit den Diendorfer Kirwaburschen, die als kollegiale Zuschauer gekommen waren, die alte Tradition fort.

Ein schöner Brauch vor uriger Kulisse zieht Besucher von nah und fern an - heißt es oft. In Perschen konnte man das am Samstag mit Fug und Recht behaupten. Kaum hatte das Festsymbol seine Bodenhaftung verloren, setzte eine Besuchergruppe aus dem hessischen Marburg ihren ersten Fuß in die Oberpfalz. Einem Tipp folgend, hatte der Bus noch vor dem Quartiersbezug in Fensterbach direkt den Edelmannshof angesteuert. Quasi mitten im Geschehen, fiel die Wahl der Staunenden schwer, direkt dem Geschehen zu folgen oder im Museumshof ihren Durst und Hunger zu stillen.

Unwetter vermiest Abend


Zum Glück mussten jene, die sich für Ersteres entschieden, nicht lange ausharren: Unter den Kommandos von Hans Butz arbeiteten die Männer fast ohne Pause so perfekt, dass es zu zuweilen richtig "staubte" und die Jugendblaskapelle per Tusch bereits kurz vor 19.45 Uhr den Vollzug verkünden konnte.

Dass sich die stolzen Akteure nach erfolgreicher Arbeit in aller Ruhe eine belohnende Stärkung verdient gehabt hätten, dass der Kirwabeginn mit den "Wadlbeißern" aus Regensburg und ausgiebigen Tänzen zünftig gefeiert werden konnte und, dass in- und auswärtigen Besuchern ein schöner Abend vergönnt sein sollte - das verhinderte leider das anschließend hereinbrechende Unwetter.
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