Landfrauentag in Nabburg
Gesundheitstipps serviert

Die Volkstanzgruppe der Jungbauernschaft lockerte den Landfrauentag mit einer bodenständigen Darbietung auf.
Vermischtes
Nabburg
19.02.2016
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"Viele Mediziner zupfen das Unkraut ab und keiner behandelt den Boden." Die Bäuerinnen nicken zu den Worten von Susanne Flintsch. Sie wissen, was ein guter Boden wert ist. Doch es geht beim Landfrauentag nicht um die Ackerkrume.

Was die Heilpraktikerin aus Salzburg, mit Wurzeln in Amberg, zu erzählen hat, fällt am Freitagnachmittag in der voll besetzten Nordgauhalle, in die sich auch ein paar Männer "verirrt" haben, auf fruchtbaren Boden. Das liegt zum einen daran, dass Gesundheit, Fasten, Ernährung auch im 21. Jahrhundert primär weiblich sind, das liegt aber auch an der Referentin. Die fast 50-Jährige ist eine begnadete Rednerin.

Eingängige Zitate, Persönliches, Witz, nichts Dogmatisches oder Schulmeisterliches, obwohl der Zeigefinger hie und da erhoben ist, so erklärt sie, was in Gesichtern zu lesen ist. Sie sprechen Bände. Das Publikum lacht, schreibt mit. Flintsch zieht es gleich auf ihre Seite, als sie erzählt, dass sie eigentlich gebürtige Ambergerin ist, aber vor 26 Jahren nach Salzburg auswanderte, "weil ich unbedingt einen Österreicher heiraten wollt'".

Wenn sie Menschen ins Gesicht schaue, sehe sie keine Krankheiten, sondern Mängel. Diese seien durch Krankheiten verursacht. Was dem Körper heutzutage oft fehle, seien Eisen, Magnesium und Zink. Flintsch behandelt in ihrem gut 45-minütigen Vortrag nur den Kopf und fängt bei den Haaren an. Seien sie fettig, deute dies auf eine Übersäuerung des Körpers hin. Dagegen hilft Zitrone. Pro Tag eine auspressen und den Saft mit Wasser trinken, rät sie.

Den Zustand der Leber offenbaren die Augen. Wer nach einem Leberwickel müde ist, weiß, dass er viel zum Entgiften hat. Tränensäcke sind auch ein Indikator für falsches Trinken. Ein schwächer werdender Herzmuskel macht sich durch blaue Lippen bemerkbar. Ist das Kinn rot, ist schon wieder zu viel Säure im Körper. Ein weißer Rand über der Oberlippe besagt: Zink fehlt. Wer rote Ohren hat, steht "unter Dauerstrom", der dem Körper Magnesium entzieht.

Flintsch hätte noch viel zu sagen gehabt, doch auch Volkstänzer, Landfrauenchor und Stauber Moidln, begleitet von Rita Butz, wollten die Bäuerinnen bei Kaffee und Kuchen unterhalten. Dazu gab es Grußworte, unter anderem von Milchprinzessin Eva Maria Bäuml, Landtagsabgeordnetem Alexander Flierl und Landrat Thomas Ebeling. Kreisbäuerin Barbara Hanauer hatte den Frauen eingangs zugerufen: "Es ist Ihr Tag." Und den genossen sie.

ZitateIch stehe prinzipiell auf rothaarige Männer.

Wir schauen so viel und schauen eigentlich gar nicht.

Das Haar ist ein Botschafter, wenn die Gesundheit zurückkommt.

Die Zitrone ist die Freundin der Leber.

Ich bin keine Hexe.

Die Leber öffnet sich übers Auge.

Ein Essen im Stehen ist kein Essen.

Nieren sind Beamte.

Es ist nicht alles für alle gut.

Heilpraktikerin Susanne Flintsch (ihl)
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