Landwirtschaftsschule Nabburg beendet 67. Schuljahr
Mit Hingabe und Begeisterung

Stefan Fick (Dritter von rechts), Maria Feuerer (Mitte) und Christian Magerl (Zweiter von links) waren die besten Absolventen der Landwirtschaftsschule. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Rednern bei der Abschlussfeier. Bild: jua
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Nabburg
20.03.2016
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An der Landwirtschaftsschule Nabburg endete das 67. Schuljahr. 13 Studierende bekamen ihre Zeugnisse. Mehrere Redner ermunterten sie, ihren Beruf mit Hingabe und Begeisterung auszuüben - auch in schweren Zeiten für die bäuerliche Landwirtschaft.

"Ich stehe hier vor Ihnen, um jungen, hoch motivierten, hervorragend ausgebildeten Absolventen unserer Schule einen weiteren Baustein auf ihrem Weg zum Landwirtschaftsmeister auch schriftlich zu bestätigen": So begann Leitender Landwirtschaftsdirektor Reinhold Witt seine Ansprache. Er zeigte sich davon überzeugt, dass dieser Beruf von der Bevölkerung als sehr wichtig für die Zukunft angesehen wird.

Stimmung nicht so gut


Regional und gesund erzeugte Nahrungsmittel seien dem Verbraucher nämlich wichtig. Die Stimmung in der Branche sei zwar im Moment nicht so gut, jedoch sollten sich die Abschlussschüler freuen und optimistisch sein. Der Redner nannte als gute Voraussetzung für die Landwirtschaft in der Oberpfalz das ausgeglichene Klima, leistungsfähige Verarbeitungsunternehmen, Marktnähe und Kaufkraft, gute Exportmöglichkeiten auf Weltmärkten und die motivierten Menschen, die anpacken und ihre Zukunft gestalten wollen.

Witt ließ die drei Semester Revue passieren. Er erinnerte an das einwöchige Seminar zur sozialen und religiösen Bildung an der Katholischen Landvolkshochschule Burg Feuerstein, an den Lehrgang an der Landmaschinenschule Bayreuth und zwei organisierte Lehrfahrten, die dem Lehrplan angepasst waren. Desweiteren bedankte sich der Direktor bei den Lehrkräften Roland Marchl, Karl Diepold und Judith Schlosser, die im weiteren Verlauf der Abschlussfeier im Zuge eines humorvollen Lichtbildervortrages von den Schülern Maria Bauer und Florian Weiß auf die Schippe genommen wurden. Auch die Schüler mussten sich so manche witzigen Anekdoten anhören.

"Pfleger der Natur"


Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch beglückwünschte die Absolventen und wünschte ihnen eine erfolgreiche Zukunft. "Sie sind die Pfleger der Natur und haben nun das Rüstzeug, eine vernünftige Landwirtschaft zu betreiben", legte er ihnen nahe. Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl war selbst schon an dieser Schule. Sie schätzt hier in der Oberpfalz die besonders frische regionale Ware, die dem Verbraucher angeboten wird. BBV-Kreisobmann Johann Wilhelm hat die drei göttlichen Tugenden "Glaube, Hoffnung Liebe" umgemünzt auf die zukünftige Arbeit in der Landwirtschaft. Die jungen Bauern sollten den Glauben an ihre Tätigkeit beibehalten, gerne in und mit der Natur arbeiten und die Hoffnung trotz der aktuell widrigen Umstände nicht verlieren. "Vor allem", so appellierte er, "arbeiten Sie und halten Sie in der Familie, in der Nachbarschaft und im Berufsstand zusammen".

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl ist davon überzeugt, dass die Ausbildung kein Selbstläufer ist und schon eine gewisse Ausdauer vorhanden sein muss. Er wünschte den Abschlussschülern viel Mut und Selbstbewusstsein sowie Glück im Hof und Stall. Semestersprecherin Maria Feuerer richtete den Appell an die Eltern, dass sie nun von den jungen Meistern Vorschläge annehmen und es zulassen sollten, dass sie sich auch verwirklichen lassen. Sie ist der Meinung, dass der Landwirtsberuf keine Männerdomäne sei, denn so wie auch in diesen Semester seien da viele Frauen genauso erfolgreich. Nach der Zeugnisübergabe wurden die Studenten in den Verband für landwirtschaftliche Fachbildung im Landkreis Schwandorf aufgenommen, was Vorsitzender Johann Ziegler zusammen mit Schulleiter Reinhold Witt vollzog.

Die KlassenbestenDie Klassenbesten des 67. Schuljahres an der Nabburger Landwirtschaftsschule sind: Stefan Fick aus Brensdorf bei Stulln mit einem Notendurchschnitt von 1,07, Maria Feuerer aus Pottenstetten bei Burglengenfeld mit 1,35 und Christian Magerl aus Katzenhüll bei Burglengenfeld mit 1,50. Stefan Fick und Maria Feuerer erhalten ein Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Besuch eines Grundkurses oder der Waldbauernschule. Christian Magerl bekommt den Ehrenpreis des anerkannten Fachverbandes der Landwirtschaftskammer RZO. (jua)
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