Letzte Jazz-Konzerte mit Johannes Windisch

Vorspielprobe bei den Musiklehrern Johannes Windisch und Stefan Schindler: Den Ablauf simulierten Peter Gietl (links) und Simon Schindler (daneben) in einem Sketch.
Vermischtes
Nabburg
19.04.2016
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Tanz und Gesang vereinten wieder einmal die "Glamour Girls" der Schule.

Die Jazzkonzerte am Schmeller-Gymnasium gehören zu den Höhepunkten des Schuljahres. Auch in diesem Jahr kamen zu den zwei Musikabenden Hunderte von Zuhörern in die Turnhalle. Am Ende gab es auch Abschiedstränen.

Oberstudiendirektor Franz-Xaver Huber freute sich wieder über das überwältigend große Interesse der Besucher. "Es ist ein besonderes Konzert, das mit viel Freude aber in diesem Jahr auch mit Wehmut vermischt ist", erklärte der Schulleiter schon gleich. Dabei blickte er auf Musiklehrer Johannes Windisch, der seit Jahrzehnten als "Vater des Jazz" am JAS-Gymnasium gilt, hier vor 32 Jahren die erste Big-Band gründete und nun zum letzten Mal vor seiner Pensionierung das Jazzkonzert leitete.

Moderatorin Barbara Zimmermann aus der Q 12 führte mit viel Charme und einer amüsanten Lockerheit durch das Programm. Zum Auftakt spielte das Streichorchester und bekam mit "The Queen Bee" von Sammy Nestico großen Applaus. Musiklehrer Stefan Schindler, der jetzt in Windischs Fußstapfen tritt, dirigierte im ersten Teil die "Junior-Big-Band". Sie begeisterte mit "Turn the beat around" (Peter Jackson Jr.), "Cool Joe, mean Joe" (Benny Golson) und "All about that bass" (Meghan Trainor) das Publikum. Den Sologesang bei "Mack the knife (Kurt Well) und "You are the sunshine of my life" (Stevie Wonder) übernahm Sonja Möller aus der Q 11.

Auch der Lehrerchor hatte mit "Beyond the sea" von Charles Trenet keine Schwierigkeiten, sich zu behaupten und großen Beifall zu sichern. Der gemischte Chor kann derzeit auf 51 Stimmen zählen, die bei einem Jazz-Trio von Duke Ellington ihr Bestes gaben. Das Solo steuerte Theresia Schießl bei.

Spaß muss sein


Nach der Pause nahm die "Big-Band" ihre Plätze auf dem Podium ein. Allerdings zunächst nur für kurze Dauer, denn wider der Programmgestaltung hatten die angehenden Abiturienten einen Sketch einstudiert. Sie inszenierten eine Casting-Show, in der verschiedene Musikgruppen - Bläser wie Streicher und auch Volksmusikanten - bewertet werden mussten. Simon Schindler schlüpfte da in die Rolle des Lehrers Stefan Schindler und Peter Gietl (beide Q 12) spielte die Gewohnheiten von Johannes Windisch, der die Akteure sehr skeptisch, vor allem die Volksmusiker, in Augenschein nahm. Die Beiden hatten schon nach wenigen Minuten die Lacher auf ihrer Seite. Nach einer kurzen Erholungsphase gestaltete die Big-Band mit ihrem effektvollen Klang den weiteren Verlauf des Abends. "On the sunny side of the street" (Jimmy Mchuan), "Lover man" (Jimmy Sherman ) mit Altsaxofon-Solo von Lea Schuster, "Lament" (J. J. Johnson) und "Both hands swingin" (Bob Vuono) gehörten zu ihrem Repertoire. Mit ihrer dominanten Stimme sang sich Jeanne Hanauer bei den Kompositionen "Apple honey (Woody Herman), "Why don't you do right" (Jessica Rabbit) und "Feeling good" (Leslie Bricusse) in die Herzen der Zuhörer.

Dankbare "Glamour Girls"


Erfrischend für Augen und Ohren fielen der Tanz und Gesang der "Glamour Girls" unter Leitung von Julia Schärtl aus. Seit 16 Jahren studiert sie mit den jungen Damen die Choreografie zum Gesang, geleitet von Johannes Windisch, ein. Sie hatte zum Abschied sämtliche "Glamour-Girls" der letzten Jahre zusammengetrommelt und am Sonntag auf die Bühne geholt. Mit 52 Damen bescherte sie Johannes Windisch einen rührenden Abschied und überreichte ein Erinnerungsbild mit Karte, in der als Widmung stand: "Musik ist unser Leben und unsere Leidenschaft - wir können niemals ohne sie sein".

Zwei Zugaben der Bigband - "Skyfall" von Adele und "Fly me to the moon" von Frank Sinatra - jeweils mit dem Gesang von Jeanne Hanauer beendeten den auf hohem Niveau stehenden Musikabend.
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