Mehr Platz für Nikolausmarkt

Der Nikolausmarkt soll sich heuer auch auf das Areal hinter der Nikolauskirche, am Naabufer, ausdehnen. Dort (Bild) beginnt der Markt bereits am Samstag vor dem eigentlichen Marktsonntag. Bild: aub
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Nabburg
14.10.2016
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Zwölf Mal fand der Nabburger Adventsmarkt bisher vor historischer Kulisse statt. Eine Neuauflage wird es heuer in der Altstadt nicht mehr geben - zugunsten des traditionellen Nikolausmarktes in der Venedig , der erstmals an zwei Tagen, am 10. und 11. Dezember, stattfinden soll.

Zu jedem Patrozinium gehörte früher ein Kirchweihmarkt. Nach der Messe bot sich vor der Kirche die zuweilen seltene Gelegenheit, Verwandte, Bekannte oder Freunde zu treffen. Über die Verpflegung der vielen Festbesucher hinaus konnte man an Ständen Devotionalien erwerben, aber auch Allerlei für den täglichen Bedarf bis hin zu Tand. So ist auch der Nikolausmarkt im Wesentlichen als Krammarkt bekannt. An besonderer Attraktivität gewann er in seinen Hochzeiten durch das Engagement umliegender Geschäfte, vor allem des einstigen Modehauses Neumeier - bis die Ladenöffnung an Dezember-Sonntagen untersagt wurde.

Noch Ideen gefragt


Wie weit die Tradition des Nikolausmarktes zurückreicht und welche Bedeutung er einst hatte, lässt sich nur erahnen. Die Entscheidung des Nabburger Stadtrates, ihn - trifft der 6. Dezember auf einen Sonntag - erst am darauffolgenden abzuhalten, ist im großen Stadtbuch verzeichnet. Der Eintrag datiert aber nicht, wie bisher publiziert von 1517, sondern nach genaueren Archivrecherchen aus dem Jahr 1528. Gründe für den Beschluss werden nicht genannt. Denkbar wäre aber, dass der Markt in seinen Dimensionen die kirchliche Andacht störte.

Bei der geplanten Neukonzeption hingegen wollen Stadt und Pfarrei eng kooperieren. Sie sieht vor: Am Marktsonntag platzieren sich die Fieranten ohne Anmeldung wie bisher in der gesperrten Perschener Straße. Zusätzlich werden Buden ab der Nikolaigasse an der Naab bis zum ehemaligen Brückenkopf aufgebaut. Angebot und Deko sollen hier einen vorweihnachtlichen Charakter haben, wobei das ungeteerte Areal zu kreativen Gestaltungsideen speziell für den Abend einlädt. Für diesen Bereich ist aus technischen/organisatorischen Gründen eine Anmeldung erforderlich. Interessenten ohne eigene Verkaufsbude können diese von der Stadt zum Preis von 30 Euro anmieten (solange Vorrat reicht).

Im neuen Marktareal am Naabufer soll der Betrieb bereits am Samstag ab 15 Uhr beginnen. Parallel dazu kann in der Nikolauskirche der sonst unzugängliche, renovierte Dachstuhl besichtigt werden. Ab etwa 18 Uhr sind alle Kinder zum traditionellen Luzia-Lichterschwimmen eingeladen, zu dem sich auch der Nikolaus angesagt hat. Eventuell schließt sich ein Abendkonzert an. Auch am Sonntag sind nach einem Gottesdienst schon einige Programmpunkte in Planung - für Vorschläge ist man jedoch noch offen und hofft auf die aktive Unterstützung von Vereinen, Privatinitiativen, aber auch die Kooperation aller "Venediger".

Anmeldungen sind möglich bei der Stadt (Martina Klose, 09433/1826, touristik@nabburg.de) oder Stadtheimatpfleger Raphael Haubelt (09433/ 201270/ h.r.-design@t-online.de)
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