Mit Gefahren richtig umgehen

Auf großes Interesse stieß der Überschlag-Simulator. Die jungen Fahrer bekamen vor Augen geführt, in welch brenzlige Situation die Fahrzeuginsassen da kommen können.
Vermischtes
Nabburg
18.06.2016
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Bei Reaktionstest und anderen Stationen kamen computergestützte Programme zum Einsatz, die Verkehrssituationen veranschaulichten. Interessiert verfolgten Verkehrswacht-Vorsitzender Karl Beer (Zweiter von links) und Polizei-Chef Günther Vierl (Zweiter von rechts) die Ergebnisse. Bilder: jua (2)

Auf große Resonanz stieß der von der Gebietsverkehrswacht zusammen mit der Staatlichen Berufsschule organisierte Aktionstag "Junge Fahrer" auf dem Schulgelände. Mehr als 150 Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren nahmen das breitgefächerte Angebot wahr, um sich mit den Gefahren im Straßenverkehr auseinanderzusetzen.

Vom Pkw-Überschlagsimulator bis hin zur Demonstration des "Toten Winkel" bei einem Schulbus hatten die Mitarbeiter der Verkehrswachten ein abwechslungsreiches Programm an verschiedenen Stationen zusammengestellt, von dem die Teilnehmer begeistert waren. Voll des Lobes über diese gemeinsame Aktion waren schon bei der Eröffnung der Veranstaltung Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeister Armin Schärtl und der Leiter der Nabburger Polizeiinspektion, Günther Vierl. Die Chefin der Außenstelle der Berufsschule, Rosina Pimmer, erwähnte die besondere Gefährdung junger Menschen bei der Teilnahme am Straßenverkehr, der auch in Zukunft sicherlich noch zunehmen werde. Jeder Unfall, bei dem ein junger Mensch verletzt oder gar getötet werde, sei einer zu viel. Der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht Nabburg, Karl Beer, stellte fest, dass es sich die Verkehrswacht Nabburg als besondere Aufgabe gestellt habe, zum einen die jüngsten Verkehrsteilnehmer im Schulverkehrsgarten und zum anderen die jungen Fahrer bei speziellen Aktionstagen auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorzubereiten. Großen Dank sagte er seinem Helferteam von der Verkehrswacht und Studienrat Uli Süßmann von der Berufsschule, der diesen Aktionstag angestoßen hatte.

Das Zielgruppenprogramm "Aktion junge Fahrer", unterstützt von der Deutschen Verkehrswacht, vermittelt Jugendlichen und jungen Erwachsenen in spannender Weise ernste Inhalte, wie sich beim Aktionstag auf dem Gelände der Berufsschule deutlich zeigte. Besondere Attraktion war dabei der Pkw-Überschlagsimulator der Kreisverkehrswacht Kelheim, mit dem eindrucksvoll demonstriert wurde, wie eng es in einem Auto werden kann, wenn es auf dem Dach liegt. Überrascht waren die anwesenden Moderatoren von der großen Bereitschaft der jungen Fahrer, sich diesem Selbsttest ohne Zögern zu unterziehen. Mit Fahrsimulatoren (Pkw und Zweirad) der Verkehrswacht Freyung-Grafenau erlebten die jungen Fahrer, wie rasch sie eigenes Können überschätzen und falsch oder zu spät reagieren. Die Moderatoren der Gebietsverkehrswacht simulierten mit sogenannten Rauschbrillen die Wahrnehmung, wie sie durch eine bestimmte Blutalkoholkonzentration hervorgerufen wird. So erlebten Jugendliche und junge Erwachsene auf anschauliche Weise, wie Alkohol die Fahrtüchtigkeit einschränkt und aufhebt. Eine weitere Station beim Aktionstag war der Einsatz eines Reaktionstestgerätes, wobei jeder Teilnehmer beweisen konnte, wie viel Zeit verstreicht, wenn er bei Erkennen einer Gefahr oder eines Hindernisses den Fuß vom Gas weg auf die Bremse steigt.

Zum Abschluss der ganztägigen Veranstaltung waren sich alle Beteiligten einig darüber, das Ziel des Aktionstages, die besondere Gefährdung der jungen Fahrer stärker bewusst zu machen, den Dialog zu fördern, die Ursachen zu bekämpfen und Lösungsmöglichkeiten anzubieten, erreicht zu haben.
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