Nabburgerin eine der ersten Praktikantinnen bei der US-Armee
Arbeit im amerikanischen Umfeld

Bei der US-Army in Grafenwöhr absolvierte die Nabburger Studentin Katrin Troidl (24) ein Praktikum. An der Dienststelle sammelte sie Arbeitserfahrungen in rein amerikanischem Umfeld und kam damit auch täglich mit dem "American way of life" in Berührung, der sie beeindruckte. Bild: hfz
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Nabburg
05.10.2016
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Nabburg/Grafenwöhr. Jeden Tag Ausweiskontrolle, Zutritt zum Truppenübungsplatz nur mit gültigem Ausweis der US-Army. Für Katrin Troidl (24) aus Nabburg war das zwei Monate lang Routine, bevor sie ihren Arbeitsplatz in der Presseabteilung des "7th Army Training Command" in Grafenwöhr betrat. "Die Möglichkeit des Praktikums war perfekt für mich, um weitere Arbeitserfahrung im internationalen Umfeld zwischen Bachelor- und Master-Studium zu sammeln", berichtete sie nun.

Seit heuer bietet die Armee in Deutschland Praktika für Studenten an, um ihnen einen Einblick in den militärischen Alltag zu gewähren. Die junge Nabburgerin, die sich auf eine Stellenausschreibung in unserer Zeitung beworben hatte, zählte zu den ersten Teilnehmern des Programms in der Presseabteilung des US-Militärs. Oberstleutnant Brian Carlin war ihr Vorgesetzter. Er ist US-Soldat und Chef sowohl von Zivilisten als auch Soldaten innerhalb der Abteilung.

"Während meiner bisherigen Praktika hatte ich nie etwas mit dem Militär oder sogar der Bundeswehr zu tun, aber die Arbeit hier im internationalen Umfeld hatte mich gereizt", erzählte Katrin Troidl. Den Militärstützpunkt lernte sie als eine kleine amerikanische Welt für sich kennen: Dollars sind die gängige Währung, die Häuser der Soldaten sind nach dem Vorbild US-amerikanischer Vorstädte gebaut, und im Supermarkt gibt es alle erdenklichen amerikanischen Produkte. "Hier lernte ich nicht nur die Struktur der US-Army kennen, sondern erlebte wie in den Vereinigten Staaten gearbeitet wird. Allem voran gestaltet sich die Arbeitskultur sowie der Umgang untereinander viel lockerer und unkomplizierter als in Deutschland", ließ sie uns wissen und betonte: Das Image der US-Armee hat sich in dieser Zeit bei ihr ganz wesentlich verbessert.

Meilenstein zum Beruf


Zu ihren Hauptaufgaben zählte das Übersetzen verschiedenster Artikel oder Zeitungsberichte, da die meisten US-Soldaten oder Zivilisten kein Deutsch sprechen. Auch spielte die Zusammenarbeit mit lokalen Pressevertretern für Berichte über wichtige Veranstaltungen - beispielsweise die Kommandoübergabe des "7th Army Training Command" - eine wichtige Rolle. Interne Berichterstattung über militärische Übungen gehörte genauso dazu wie die Kooperation mit lokalen Politikern, um Transparenz und Offenheit der Streitkräfte zu demonstrieren. Als besonders reizvoll erachtete sie es, rein auf englischer Sprache basierend zu arbeiten.

"Wer gerne im internationalen Umfeld in einer für uns unbekannten Arbeitskultur arbeitet, neue Erfahrungen machen will und Englisch spricht, ist bei der US-Army genau richtig", betonte die 24-Jährige, dass sie das Praktikum als lehrreich empfand, es sofort wieder machen würde. Ab Ende dieses Jahres besteht für Interessierte wieder die Möglichkeit, sich um freie Stellen im Jahr 2017 bewerben. Kathrin Troidl wechselt jetzt ihren Studienplatz: Nach European Studies in Passau geht es im Herbstsemester zu Interkulturellen Europastudien nach Regensburg, um sich dem Berufsleben zu nähern, das - so sagte sie uns - sicher auch auf internationalem Terrain liegen wird.
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