Nach Wahlwiederholung
Wechsel im Jagdrevier

Vermischtes
Nabburg
14.05.2016
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Wegen eines Satzungsverstoßes waren sämtliche Beschlüsse, die die Jagdgenossenschaft Nabburg bei ihrer Versammlung im März gefasst hatte, nichtig (wir berichteten). Das betraf auch die Vergabe der Jagd. Bei der zweiten nichtöffentlichen Versammlung am Dienstag kam nun ein anderer Bewerber zum Zug als derjenige, der im März noch den Zuschlag für das Revier bekommen hatte.

Wie nach der Versammlung zu erfahren war, ist künftig Achim Giedl aus Windpaißing für den Jagdbogen zuständig. "Es war eine demokratische Entscheidung, bei der die Wahl sehr knapp auf einen neuen Jäger gefallen ist", schilderte Jagdvorstand Georg Lorenz auf Nachfrage des NT. Zumindest bei den Flächen war es so. Bei der Zahl der Stimmen war es dem Vernehmen nach eine klare Sache für den neuen Pächter. Im Vergleich zur ersten Versammlung sollen bei der zweiten Zusammenkunft im Gasthaus Feller mehr Mitglieder der Jagdgenossenschaft - darunter war auch wieder Bürgermeister Armin Schärtl - anwesend gewesen sein.

Das Wahlergebnis bezeichnete Lorenz in einer Reaktion als Entscheidung, die nicht zum Nachteil für die Jagdgenossenschaft getroffen worden sei. Zum einen sei nun das wirtschaftlichere Angebot zum Zuge gekommen, und zum anderen habe es zuvor Probleme im Revier gegeben, die - so hofft der Jagdvorsteher - nun Geschichte sind.

Bei der ersten Zusammenkunft war noch der bisherige Jäger bestätigt worden. Das hatte nach der Versammlung für Differenzen gesorgt (wir berichteten). Konkret ging es darum, dass drei Mitglieder der Jagdgenossenschaft Bürgermeister Armin Schärtl vorwarfen, den bisherigen Jagdpächter bei der Wahl mit der großen Fläche der Stadt und der Bürgerspitalstiftung unterstützt zu haben. Dieser habe aber nach Ansicht der drei Mitglieder ein schlechteres Angebot als der andere Kandidat abgegeben. Das Stadtoberhaupt betonte, dass der andere Bewerber sowieso nicht zum Zuge gekommen wäre - unabhängig davon, wie der Bürgermeister abgestimmt habe.

Nach der ersten Versammlung ging dann eine Beschwerde bei der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt ein, die die angeblich fehlende Nichtöffentlichkeit bemängelte. Diese Ansicht teilte die Behörde schließlich. Dadurch kam es überhaupt erst zur zweiten Zusammenkunft und dem anderen Wahlergebnis.
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