Nervenaufreibend, aber sinnvoll

Das Straßenbauamt sorgt für eine neue Asphaltschicht in der Georgen- und der Regensburger Straße (links). Im Zuge der Maßnahme werden nun vonseiten der Stadt die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in der Georgen-, Regensburger- und Mittelschulstraße (rechts) in Auftrag gegeben. Bild: Götz
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Nabburg
10.11.2016
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Der Zeitdruck ist enorm, die Baumaßnahme zehrt an den Nerven der Autofahrer, doch sie ist unumgänglich: Wasser- und Kanalbauarbeiten werden von April bis November 2017 den Verkehr in der Regensburger-, Georgen- und Mittelschulstraße abschnittsweise lahmlegen. Doch dann gibt's eine neue Asphaltschicht: Ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach saniert die durch Nabburg führende Staatsstraße 2040 im Abschnitt zwischen dem Zebrastreifen bei Schreibwarengeschäft Obendorfer bis hin zur Commerzbank. Um die frisch asphaltierte Straße nicht wenig später für neue Kanal- und Wasserleitungen aufreißen zu müssen, ist Koordination gefragt.

Gehweg und Stützmauer


Verwaltungsleiter Hans Sorgenfrei erläuterte in der Stadtratssitzung die Details: Das Staatliche Straßenbauamt Amberg-Sulzbach erneuert die Asphaltdeckschicht im besagten Straßenstück. Beim neuen Sparkassengebäude wird die Staatsstraße verbreitert und ein 75 Meter langer und zwei Meter breiter Gehweg angelegt. Nachdem das Grundstück der Sparkasse höher liegt, ist hier eine Stahlbetonstützmauer bis 1,70 Meter Höhe als Grundstücksabgrenzung erforderlich. Der gegenüberliegende Gehweg wird ebenfalls verbreitet, damit er eine durchschnittliche Breite von zwei Metern bekommt. In der Mittelschulstraße wird der Gehsteig auf einer Länge von 100 Meter und einer Breite von 1,50 Meter weitergeführt. Dadurch muss die vorhandene Mauer gegenüber dem Friedhof abgebrochen und durch eine bis zu 1,50 Meter hohe Stahlbetonstützmauer ersetzt werden. In diesem Bereich ist ein teilweiser Vollausbau der Mittelschulstraße erforderlich.

Im Zuge dieser Maßnahmen müssen die Wasserleitungen im Bereich der Staatsstraße vom Mühlweg bis zum Einmündungsbereich der Bahnhofstraße erneuert werden. Die über 60 Jahre alte Graugussleitung wird auf 480 Metern durch eine neue Leitung ersetzt. Das gleiche passiert in der Mittelschulstraße, beginnend von der Regensburger Straße bis zum Eingangsbereich der Realschule. Die neue Wasserleitung wird im Straßenbereich verlegt und mit der bestehenden Wasserleitung im Rotbühlring (nördlich der Aussegnungshalle) verbunden. Im Zuge des Wasserleitungsbaus wird auch die Sanierung der Abwasserkanäle und Hausanschlussleitungen vorgenommen.

Anfang November fand im Rathaus eine Besprechung mit Vertretern des Straßenbauamtes, der Ingenieurbüros Weiss, Renner & Hartmann Consult (RCH) und der Stadt Nabburg statt. Am 5. Dezember ist eine weitere anberaumt, hat das Projekt doch gravierende Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Aufgrund der Sperrung der Georgen- und Regensburger Straße werden Bedarfsumleitungen unumgänglich.

Unter Zeitdruck


Die Maßnahme wird folgendermaßen koordiniert: Die Verwaltung veranlasst Kanalbefahrungen, Bodengutachten und Beweissicherungsmaßnahmen. Zwischen Straßenbauamt und den Ingenieurbüros wird der Ausschreibungsumfang festgelegt. Federführend für die Maßnahme ist die Stadt Nabburg. Das Straßenbauamt trägt die Kosten für die Asphaltdeckschicht über die gesamte Straßenbreite und die Entwässerungsrinnen. Die Kosten für Gehwege und Stützmauer entlang der Staatsstraße werden von der Stadt übernommen. Dafür und für den Gehweg in der Mittelschulstraße hat die Stadt Zuwendungen aus der Städtebauförderung beantragt.

Für Planung und Bauleitung der Gehwege an der Regensburger Straße bzw. Mittelschulstraße ist das Ingenieurbüro RCH zuständig, für die Wasserleitungserneuerungen und die Kanalsanierungen sowie die Deckenwiederherstellung das Ingenieurbüro Weiß. Die Ausschreibung der gesamten Maßnahmen übernimmt ebenfalls das Ingenieurbüro Weiß in Abstimmung mit Straßenbauamt und RCH. Der Stadt Nabburg kostet die Maßnahme 700 000 Euro. "Wir stehen unter unwahrscheinlichem Zeitdruck", fasste Hans Sorgenfrei zusammen. Man solle "zugreifen und auf eine Fortführung der Bauarbeiten am Samstag und Sonntag drängen", meinte Stadtrat Hans-Georg Dobler. Der Beschluss fiel einstimmig. Für die Anlieger fallen keine Straßenerschließungskosten an, beantwortete Bürgermeister Schärtl eine entsprechende Frage Doblers.

Arbeiten von April bis November 2017Die Ausschreibung für Kanal- und Wasserleitungsbau läuft im Januar/Februar 2017, so dass der Stadtrat die Arbeiten im März/April vergeben kann. Bauende dürfte November 2017 sein. Das Projekt wird in Teilabschnitte aufgeteilt, um die Belastung für Anlieger und Geschäfte so weit als möglich zu verringern. "Das wird schon eine Riesenaktion", meinte Bürgermeister Armin Schärtl mit Blick auf die erforderlichen Umleitungen. Im Gespräch ist deshalb, die Arbeiten auch an den Wochenenden fortzuführen. Immerhin ist die Staatsstraße auch Umleitungsstrecke, wenn sich auf der Autobahn Unfälle ereignen. Je schneller die Arbeiten abgeschlossen sind, umso besser. (cv)
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