Polizei rät zu Vorsicht bei digitalen Bewerbungsunterlagen
Erst sabotiert, dann erpresst

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Nabburg
21.06.2016
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Ein Nabburger Unternehmer erhielt am Montag, 20. Juni, eine Email mit Bewerbungsunterlagen zugesandt. "Diese konnte erst durch Öffnen einer Zip-Datei, in der sich ein Word-Dokument befand, eingesehen werden", informierte die Polizeiinspektion Nabburg.

Nachdem der Firmenchef die Datei mit der "Bewerbung" öffnete, begann die Ransomware (deutsch: Schadprogramm) „Cerber“ mit der Verschlüsselung der Rechnerdateien. In englischer Sprache wurde dann Mann schließlich aufgefordert, einen Link im Tor-Netzwerk aufzurufen. Dort würde er nach Zahlung einer bestimmten Bitcoin-Summe (digitales Zahlungsmittel) Anweisungen für die Entschlüsselung seiner Daten erhalten.

Da der Mann der Aufforderung nicht nachkam, konnten die Firmen-Dateien nur durch das Neuinstallieren der PC-Programme sowie einer externen Sicherung wieder hergestellt werden. Die Polizeibeamten raten Personalabteilungen und Unternehmen, bei digitalen Bewerbungsunterlagen vorsichtig zu sein.
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