Realschüler absolvieren Unterrichtseinheit in einer Moschee
Unterricht in der Moschee

Vermischtes
Nabburg
21.03.2016
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Nabburg/Weiden. Die Beschäftigung mit nichtchristlichen Religionen ist ein fester Bestandteil des Religionsunterrichts aller Jahrgangsstufen. In den siebten Klassen wird speziell das Thema Islam ausführlich behandelt. Neben Informationen über den Glauben der Muslime kommt es dabei besonders auf die Förderung von Achtung und Toleranz gegenüber dieser Religion an. Hier hat sich bereits seit mehreren Jahren die Zusammenarbeit mit der islamischen Gemeinde in Weiden bewährt.

Dass islamisches Leben nicht nur in weit entfernten Großstädten stattfindet, sondern auch direkt vor unserer Haustüre aktiv gelebt wird, konnten die Schüler der siebten Klassen heuer wieder selbst am eigenen Leib erfahren. So machten sich 125 Schüler mit den Lehrkräften Betz, Götz, Spitzl, Eckl und Schöttl auf den Weg nach Weiden. Die Mevlana-Moschee war von außen sofort am Minarett und der Kuppel zu erkennen. Besonders herzlich begrüßten die Besucher der Vorbeter (Imam) der Gemeinde und seine Übersetzerin, die sich zwei ganze Stunden Zeit nahmen. Beide kommen aus der Türkei und sind Muslime, sie gehören also der zweitgrößten Weltreligion, dem Islam, an.

Sie erklärten, dass sie in Richtung Mekka beten, der Koran ihre heilige Schrift sei, Mohammed der letzte Prophet war. Am meisten begeisterten die Besucher die Verzierungen an der Decke und an den Wänden. Überall fanden sich arabische Schriftzeichen und kleine Mosaiksteinchen, die dem Raum einen schönen Glanz verliehen. Die 2011 fertig gestellte Moschee bietet an Feiertagen für bis zu 300 Muslime Platz. Die Schüler erfuhren, dass der Teppich von einer Fabrik in der Türkei hergestellt wurde, die nur Gebetsteppiche für Moscheen anfertigt. Fünf Mal am Tag beten Muslime, dafür müssen sie aber nicht in das Gebetshaus kommen, sondern können sich zu Hause oder bei der Arbeit auf einen eigenen Gebetsteppich knien. Vorher müssen sie sich jedoch waschen und die Schuhe ablegen. Die Exkursion hat allen Teilnehmern klar gemacht, dass das Zusammenleben von unterschiedlichen Religionen, auch in unserer Region, sehr gut funktionieren kann.
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