„Richtfest“ für die Absolventen

Schulleiterin Hannelore Reil-Heining (links) und Konrektor Johann Vollath (rechts) überreichten (von links) Julia Kick, Felix Spannbauer, Theresa Frey und Jasmin Plößl die Zeugnisse mit dem besten Notendurchschnitt der fünf Abschlussklassen. Bilder: jua (2)
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Nabburg
24.07.2016
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Die Sängerinnen Christin Schubert (rechts) und Sophia Kick (links) begleitet von der Schulband eröffneten mit "Narcotic" von Liquido die Entlassfeier.

136 Absolventen der Naabtal-Realschule nahmen ihr Abschlusszeugnis entgegen. Davon erreichten 30 im Schnitt eine Eins vor dem Komma, 14 lagen sogar unter 1,5. Die vier Besten wurden geehrt und erhielten einen Extrabonus von der Schulleitung.

Realschulkonrektor Johann Vollath begrüßte die zu entlassenden Schüler und deren Eltern, die auf "normalem Wege" zur Feier eingeladen wurden und nicht, wie er schmunzelnd anmerkte, so wie es in der heutigen Zeit üblich ist über SMS oder WhatsApp.

Wirtschaft boomt


"Ich könnte es mir leichter machen und meine Rede per Mail versenden", knüpfte stellvertretender Landrat Joachim Hanisch an seinen Vorredner an. Er hatte sich aber doch für die konventionelle Art einer Ansprache entschieden, in der er auf den derzeit günstigen Zeitpunkt einer Berufswahl hinwies: "Die Wirtschaft boomt und Stellen werden angeboten." Bürgermeister Armin Schärtl sagte mit Nachdruck "Sie haben das Fundament für alle Möglichkeiten und unser Land braucht sie". Natürlich, gab er zu bedenken, "müssen sie Verantwortung tragen und werden im Laufe ihrer Berufsjahre auch so manche Fehlentscheidung fällen".

Wie ein Hausbau


Elternbeiratsvorsitzende Gerlinde Ott verglich die Schulzeit und den beruflichen Werdegang mit einem Hausneubau. "Ihr habt für euer berufliches Gebäude die Bodenplatte in der Grundschule betoniert und während der Realschulzeit das Mauerwerk hochgezogen. Mit der mittleren Reife habt ihr in eurem Bauprojekt das Dach dicht gemacht und somit den Rohbau fertiggestellt". Mit der Übergabe der Zeugnisse werde Richtfest gefeiert. "Und das Bauprojekt kann nun je nach Geschmack weitergeführt werden."

Mit Kürzel der SMS Sprache begann Schulleiterin Hannelore Reil-Heinig die Verabschiedung. Immer kürzer, immer bequemer, immer schneller - "ist das wirklich so? Ist weniger und technisiert immer effektiver? Wir wollen uns heute Zeit nehmen für einen einmaligen Augenblick im Leben"! Eines von vielen Levels im Leben sei erklommen. "Daraus", so Rein-Heining an die Schüler gewandt, "sollt ihr gestärkt sein und euch auf den Weg zu weiteren Herausforderungen machen".

Auf den Moment achten


Es sei schon fantastisch, wie moderne Medien das Leben vereinfachen können: "Da denkt sich mancher, was soll ich mich anstrengen, ich google. Da alle jungen Leute quasi rund um die Uhr vordergründig erreichbar sind, nehmen es einige auch selbstverständlich, dass diese Erreichbarkeit gleichzeitig Verfügbarkeit und Flexibilität bedeutet", so Hannelore Reil-Heining. Man müsse aufpassen, "dass man sich aufgrund der Digitalisierung nicht fremdbestimmen lässt. Achtet auf den Moment und nehmt nichts als selbstverständlich, dann werdet ihr ein glückliches Leben haben", gab sie ihren Entlassschülern mit auf den Weg.

Schülersprecher Johannes Bauer ließ die gesamten Schuljahre Revue passieren und sprach von einem gewissen Stolz, den seine Mitschüler und er durch die Zeugnisübergabe dazugewonnen haben. Schülersprecherin Lisa Weber bedankte sich im Namen ihrer Schulkameraden für jegliche Unterstützung, die sie während ihrer Schulzeit erfahren durften.

"Level eins", erklärt der Konrektor bei der Zeugnisübergabe, "haben wir hinter uns". In Level zwei wurden die Absolventen, die eine eins vor dem Komma hatten mit einem 10 Euro Gutschein belohnt. Level drei, mit einem Gutschein über 30 Euro, sprach die Schüler mit einem Schnitt von unter 1,5 an und in Level vier erhielten die vier Besten, Julia Kick mit 1,17, Jasmin Plößl mit 1.27, Theresa Frey mit 1,33 und Felix Spannbauer ebenfalls mit 1.33, einen Gutschein über 30 Euro. Die "Big Band" und der Schülerchor sorgten abwechselnd für das musikalische Begleitprogramm.

Man muss aufpassen, dass man sich aufgrund der Digitalisierung nicht fremdbestimmen lässt.Schulleiterin Hannelore Reil-Heinig
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