Sanierte Marienkriche für Hochzeiten nutzen
Jawort kommt teurer

Vermischtes
Nabburg
29.02.2016
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Heiraten kostet in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Nabburg mehr. Dafür verfügt die Stadt aber bald über eine ganz besondere Location, wie es neudeutsch heißt.

Ein Jawort innerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses ist abgesehen von den üblichen Gebühren kostenfrei. Fällt das Ja außerhalb der Öffnungszeiten sind 20 Euro zu zahlen. Bald will die Stadt Nabburg aber die sanierte Marienkirche für Hochzeiten nutzen. Das kostet dann 90 Euro innerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung und 110 außerhalb. Hinzu kommen Gebühren der Stadt für Bestuhlung und Heizung etc., die die Verwaltung mit 120 Euro veranschlagt. Für eine standesamtliche Trauung an einem Samstag in der Marienkirche sind also 230 Euro auf den Tisch zu legen.

Laut Christian Wirth vom Ordnungsamt wurde eine Neuberechnung der Gebühren aufgrund von Änderungen im Kostengesetz fällig. Die Gemeinschaftsversammlung der VG stimmte bei der Sitzung im Rathaus den neuen Gebühren, die für die drei Mitgliedsgemeinden - Nabburg, Altendorf und Guteneck - gelten zu. Bürgermeister Armin Schärtl rechnet mit einer Zunahme von Trauungen, wenn die Marienkirche fertig ist.

Diese Gebührenerhöhung war aber nicht der Hauptgrund für die Sitzung. Vielmehr standen Etat und Stellenplan im Zentrum. Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 1 870 400 Euro (Vorjahr 1 881 100), was einem Minus von 10 700 Euro gleichkommt. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 1 844 800 Euro (Vorjahr 1 831 700) ab, informierte Kämmerer Fritz Lobinger die Räte. Die Erhöhung im Verwaltungshaushalt bezeichnete er als moderat. Der Vermögenshaushalt weist eine Gesamtsumme von 25 600 Euro (Vorjahr 49 400) auf.

Bei den Personalausgaben wirke sich erstmals das Ausscheiden eines Mitarbeiters aus, ergänzte der VG-Vorsitzende, Bürgermeister Armin Schärtl. Trotz Erhöhung der Besoldung im öffentlichen Dienst ab 1. März stiegen die Vergütungen um lediglich 0,2 Prozent. Bis zum Sommer bildet die VG noch zwei junge Leute aus, die nach ihren Prüfungen übernommen werden. Gut 25 Vollzeitstellen hat die VG.

Die Investitionen halbieren sich fast, wobei Switchs heuer den Hauptanteil ausmachen. Der geschäftsleitende Beamte Hans Sorgenfrei erinnerte an den Stromausfall im vergangenen Herbst. Ein Switch hätte beinahe nicht mehr hochgefahren werden können. Die Gefahr nach einem Stromausfall sei groß, dass die Verwaltung still stehe, denn die Geräte seien 15 Jahre alt. Den Auftrag in Höhe von 17 473,96 Euro vergab die Versammlung an die Firma SWS aus Regensburg als billigsten Bieter. Die Anschaffung kommt günstiger als im Vermögenhaushalt angesetzt.

Zur Abdeckung der Investitionen ist im laufenden Jahr eine Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 25 600 Euro vorgesehen. Durch diese Entnahme wird sich der Rücklagenbetrag auf 52 221 Euro verringern. Die Mindestrücklage, die die VG haben muss, beläuft sich auf lediglich 17 629 Euro. Die VG ist schuldenfrei. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Die Verwaltungsumlage ist mit 1 534 900 Euro (Vorjahr 1 526 700) ausgewiesen. Die Umlage beträgt heuer 197,87 Euro pro Einwohner (Vorjahr 196,06). Nabburg zahlt 1 191 194,79 Euro (Vorjahr 1 181 442,69), Altendorf 177 096,24 (177 039,95) und Guteneck 166 608,97 (168 217,36).

VG-EinwohnerDie VG zählte zum 30. Juni 2015 (Stichtag für die Berechnung der Umlage) 7757 Einwohner. Das sind 32 weniger als im Vorjahr. Nabburg hat 6020 Einwohner und verlor sechs. In Altendorf verringerte sich die Einwohnerzahl um acht auf 895. In der Gemeinde Guteneck lebten mit 842 16 weniger Menschen. Im Zehn-Jahres-Vergleich (31. Dezember 2005) hat die VG 182 Einwohner verloren. (ihl)
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