Stadt bewirbt sich um Fördergelder der Kulturstiftung
Heimat im Gepäck

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Nabburg
02.03.2016
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Rund 1600 Gäste besuchten im vergangenen Jahr das Stadtmuseum Zehentstadel. Mit einem jetzt ins Leben gerufenen Projekt sollen neue Bevölkerungsgruppen eingebunden und für das Museum begeistert werden. Dafür stellt die Kulturstiftung des Bundes Fördergelder in Aussicht.

Museumsleiterin Christa Haubelt-Schlosser skizzierte im Stadtrat kurz die Eckpunkte des Konzeptes, mit dem sich die Stadt um Zuschüsse bewerben könnte. Unter dem Titel "Heimat im Gepäck" geht es schwerpunktmäßig darum, zusammen mit der Seniorenrunde der katholischen Pfarrgemeinde die Flüchtlingswelle vor 70 Jahren mit der aktuellen Situation zu verbinden. Eingebunden in die auf zwei Jahre angelegten verschiedenen Aktionen zu diesem Themenschwerpunkt soll auch der Jugendtreff werden. Eine Rolle spielt dabei als verbindendes Element auch die Esskultur. Deshalb beteiligt sich laut Haubelt-Schlosser der Verein "Gastliches Naabtal" ebenfalls an dem Projekt. Geplant sind zum Beispiel Kochkurse mit den Wirten. Wenn die Stadt mit ihrer Bewerbung zum Zug kommt, gibt es Fördergelder von der Kulturstiftung des Bundes. Die Stadt hätte noch einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent der Summe zu tragen. Das wären bei kalkulierten Gesamtkosten von rund 50 000 Euro also etwa 5000 Euro.

"Die Idee und das Konzept sind gut", sprach sich SPD-Fraktionssprecherin Evi Thanheiser dafür aus, sich an dem Bewerbungsverfahren zu beteiligen. Das sah auch Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl (ÖDP) so und bezeichnete die geplanten Aktionen rund um das Thema "Flucht" als wichtigen Beitrag zur Integration vor Ort. Einstimmig beschloss der Stadtrat, sich um Fördergelder der Kulturstiftung des Bundes zu bewerben und die nötigen Eigenmittel im Haushalt einzuplanen, falls das Konzept zum Zug kommt. Die Entscheidung darüber fällt im Mai.
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