Trachtentag im Freilandmuseum
Einzelstücke mit Tradition

Auch eine Gruppe aus Trisching zeigte bei der Modenschau ihre selbst angefertigten Dirndl.
Vermischtes
Nabburg
21.06.2016
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Die Tracht steht im Oberpfälzer Freilandmuseum in diesem Jahr im Mittelpunkt. Passend zum Jahresthema gab es am Sonntag eine Trachtenwerkstatt im Museum und im Denkenbauernhof eine Trachtenmodenschau.

Nabburg-Neusath. In der Trachtenwerkstatt zeigten die Expertinnen den Besuchern, wie Schmuck und Zubehör gefertigt wurden. Das Stricken der Strümpfe, die vor allem zur Tracht des Mannes gehören, und das Besticken der Stoffe mit verschiedenen Mustern wurden ebenfalls vorgeführt. Bei der Fertigung orientierten sich die Frauen an historischen Vorlagen. Auf diese Art und Weise sind viele alte Trachten, die bereits in Vergessenheit geraten waren, zu neuem Leben erweckt worden.

Dieser Tag im Freilandmuseum zeigte aber nicht nur, wie etwas hergestellt wird, sondern auch, was bereits gemacht wurde: In den vergangenen Wochen fertigten Frauen in der ganzen Oberpfalz an vielen Abenden Dirndln. Dabei bedienten sie sich alter Vorlagen oder schufen neue Motive. Das Ergebnis dieser Arbeit bekamen die Besucher nun bei einer Modenschau im Denkenbauernhof zu sehen.

Erste Vereine ab 1884


Durch das Programm führte stellvertretender Bezirksheimatpfleger Hans Wax. Er hatte interessante Fakten über die Entstehung der Tracht zusammengetragen. Bis zum Jahr 1800 gab es noch keine Trachten. Bis zur französischen Revolution im Jahr 1789 schrieb der Staat vor, dass sich die Menschen ihrem Stand entsprechend zu kleiden hatten. Erst nach diesem Zeitpunkt war es den Bürgern frei gestellt, wie sie sich kleideten. Die ersten Trachtenvereine wurden 1884 gegründet. In der Oberpfalz war es im Jahr 1898 soweit.

Nach diesem kurzen Einblick stellten die Kursleiterinnen dem interessierten Publikum die verschiedenen Dirndl vor. Die Bandbreite reichte von modern bis historisch. Für alle Kursteilnehmerinnen war es wichtig, dass sie ihr Dirndl selbst gemacht hatten. Das war zwar keine leichte Aufgabe - aber das Ergebnis konnte sich in jedem Fall sehen lassen.
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