Übung mit Großpumpen

Die THW-Männer des Ortsverbandes Nabburg in Aktion bei der Übung "ModEx 2016" in Bulgarien. Von links Markus Ferstl, Christian Grasser, Hermann Raab-Stich und Patrick Wilhelm. Bild: hfz
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Nabburg
26.03.2016
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In Bulgarien beteiligten sich Männer des Nabburger THW an einer internationalen Großübung. Dabei war auch ihr technisches Wissen gefragt.

Als Teil des EU-Zivilschutzes fand Mitte März eine Übung in Bulgarien statt. Am Übungsort in Montana trafen sich Einsatzkräfte mit Großpumpen aus mehreren EU-Ländern. Unter anderen war das HCP-Modul ("High-Capacity-Pumping"-Modul) Bayern dabei, aber auch Kräfte aus den baltischen Staaten, aus Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Zu dem bayerischen Modul gehören Fachkräfte aus Nabburg - Christian Grasser, Hermann Raab-Stich, Mathias Ferstl und Patrick Wilhelm.

Das HCP-Modul Bayern wurde für die Übung am 8. März in Passau in der THW-Unterkunft zusammengezogen. Es besteht aus Einheiten aus Pfaffenhofen, Forchheim und Nabburg. Zudem wurde eine Campausrüstung für alle Helfer mitgenommen. Nach allgemeiner Unterweisung und Überprüfung von Mannschaft und Gerät ging es am nächsten Morgen im Konvoi Richtung Bulgarien.

In Bulgarien


Nach einer Fahrt von 800 Kilometern hat das Team in Rumänien in der Stadt Arad übernachtet. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Bulgarien, nochmals 500 Kilometer. Hier waren die Mitglieder des Konvois sichtlich überrascht über den schlechten Zustand der Infrastruktur, sobald man die Autobahn verlassen hatte. Die Straßen waren teilweise marode und verlangte von den Fahrern einiges ab. Im Übungsraum Montana wurden die Bayern bereits erwartet. Es musste zunächst das mitgebrachte Camp aufgebaut werden, da es auch als Übernachtungs-Unterkunft diente. Während der Feldübung lernten sich die Einsatzkräfte aus den verschiedenen Ländern kennen, trainierten gemeinsam und tauschten sich über die jeweiligen nationalen Standards und Strukturen aus. Alle Aufgaben waren daher so angelegt, dass kein Team sie alleine lösen konnte, sondern nur mit den Partnern.

Während des Trainings mussten die Teams unter anderem den Wasserstand eines Stausees senken und eine überflutete Straße wieder befahrbar machen. Dabei übten sie, Wasser über längere Strecken zu befördern und große Wassermengen innerhalb kürzester Zeit abzupumpen. Da die Pumpstrecken bis zu 1500 Meter lang waren und über 50 Höhenmeter überwunden werden mussten, wurden die Großpumpen hintereinander gekoppelt.

Mit Bravour


Hier war technisches Wissen gefragt, da die Pumpen der anderen Nationen teilweise technisch anders ausgelegt waren. Dabei machte sich die gute Ausbildung der THW-Männer bemerkbar und so konnte die Aufgabe mit Bravour gelöst werden.

Am Vortag der Rückreise wurde das Camp und die Übung, da es eine Aktion der Europäischen Union war, von der örtlichen und überörtlichen politischen Prominenz, sowie Vertretern des Militärs besucht und sie waren offensichtlich sehr beeindruckt, was der EU-Mechanismus im Katastrophenschutz bewirken kann. Am 14. März wurde dann nach dem Abbau und dem Verstauen der Camp-Ausrüstung die Rückreise angetreten. Nach einem Zwischenstopp und Übernachtung in Arad (Rumänien) ging es weiter bis Passau zum dortigen Ortsverband. Hier wurde nach einem gemeinsamen Meeting noch einmal übernachtet, bevor es im Endspurt zum Heimat-Ortsverband Nabburg ging.

Dort erfolgte eine Grobreinigung des Fahrzeugs und der Pumpe, da beide nach der langen Fahrt sehr viel Schmutz aufgenommen hatten. Am Tag darauf wurden sämtliches verschmutztes Gerät wie Schläuche und Pumpe generalgereinigt, damit das Material wieder einsatzfähig wurde.
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