Unglück berührt den Fichtenbühl
Bereitschaftspolizei spendet für Opfer der Brandtragödie

Die Sprecher der drei Ausbildungsseminare der Bereitschaftspolizei mit ihren Ausbildungsleitern sowie der Initiator der Spendenaktion übergaben im Rathaus 2200 Euro und einen symbolischen Scheck für die Unglücksfamilie vom Pfeifferweiher. Auf dem Bild: der Leiter der Außenstelle und Seminarleiter Gernot Schötz, Oliver Mignon, Bürgermeister Armin Schärtl, Wolfgang Richnowski, Madeleine Scherer, Holger Schmidt, Helmut Schücke und Thomas Obermeier (von links). Bild: Held
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Nabburg
24.12.2015
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Da müssen wir unbedingt helfen, dachten sich die angehenden Polizeibeamten auf dem Fichtenbühl, allen voran Thomas Obermeier, als sie von dem tragischen Brand "Am Pfeifferweiher" hörten.

Obwohl viele, die bei der Bereitschaftspolizei (Bepo) in Nabburg ausgebildet werden, nicht aus der Region stammen, ging ihnen der Fall sehr nahe. Sie gaben erst als Spendensammler ihr Bestes. Und übergaben nun im Rathaus nicht nur einen symbolischen Scheck, sondern brachten das Geld gleich mit. 2200 Euro können sich sehen lassen.

Dieser Meinung war auch Bürgermeister Armin Schärtl. Nach den 8000 Euro der Aktion "Adventslicht für bedürftige Menschen" sei dies die größte Einzelspende, die bei der Stadt eingegangen sei. Die Spende der Pfarrei aus der Sonntagskollekte in Höhe von gut 4000 Euro möchte er nicht unerwähnt lassen. Dann hätten die jungen Leute die dritthöchste Summe bisher beigetragen.

Mitgefühl zeigen


Die jungen Leute der drei Ausbildungsseminare, so der Leiter der Nabburger Bepo-Außenstelle Gernot Schötz im Rathaus, wollten ein mitfühlendes Zeichen setzen, denn "Weihnachten ist ein emotional belastetes Fest". Gesammelt wurde intern. Dann wurde auch der Erlös aus dem Weihnachtsmarkt draufgelegt.

"Super", sagte dazu der Bürgermeister, der sich über dieses Engagement sehr freute. Das Geld verwaltet die städtische Kämmerei. Eine erste Summe, so Schärtl, soll dieser Tage ausbezahlt werden, damit die Familie über die Feiertage komme. Für die Feuerwehrleute, erzählte er dem Besuch, sei dieser Einsatz bei einem Kameraden noch lange nicht abgehackt. Die Betroffenheit sei noch immer groß. Sie würden unter anderem Fahrdienste übernehmen. Seines Wissens muss auch die Kleidung der Familie erneuert werden, weil sich ein Dampfgemisch aus brennendem Metall, Plastik und Holz kaum entfernen lasse. Schötz bedankte sich öffentlich für die Hilfsbereitschaft der drei Ausbildungsseminare. "Das ist nicht selbstverständlich. Von der Summe war ich selbst überrascht und ich bin stolz."
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