VdK wächst weiter

Seine Jahreshauptversammlung nahm der VdK-Ortsverband zum Anlass, um Mitglieder zu ehren. Bilder: ral (2)
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Nabburg
05.04.2016
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Der neue VdK-Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner.

Immer mehr Menschen treten dem VdK bei. Die Mitglieder dürfen auf seine soziale Kompetenz bauen. Das verdeutlichte auch der neue Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner.

Der Ortsverband hatte zum Ende letzten Jahres 472 Mitglieder, davon sind 194 Frauen. Heuer sind bereits wieder zwölf Neue dazu gekommen. Vorsitzender Engelbert Ehbauer zeigte die Leistungen, die der VdK in allen sozialen Fragen erbringt, auf. Gerade die Unwägbarkeiten im Sozialrecht machen es seiner Meinung nach erforderlich, sich durch einen starken Partner beraten zu lassen, der einem auch bei den entsprechenden Anträgen hilft. Die Erfolgsquote des VdK liege bei 80 Prozent. In diesem Jahr hat sich der VdK das Thema Barrierefreiheit auf die Fahnen geschrieben. Dabei geht es darum, dass der öffentliche Bereich von Menschen mit einer Behinderung ohne Hindernisse genutzt werden kann. Dies betreffe aber nicht nur Personen im Rollstuhl oder mit einer Gehbehinderung, genauso gehe es um Sehbehinderte, Blinde oder Taube.

Zuwachs erklärbar


Ehbauer ging auf die einzelnen Aktionen des Ortsverbandes ein. So findet die Sprechstunde des Kreisverbandes jeden ersten Dienstag im Monat im Rathaus statt. Es wurde eine Winterwanderung nach Pfreimd abgehalten. Die "Messe 66" in München wurde besucht. Ein Wanderausflug führte nach Windischeschenbach zum Zoigl. Die Radtour hatte Richt bei Schwandorf zum Ziel. Die alljährliche VdK-Reise ging nach Thüringen.

Laut Bürgermeister Armin Schärtl ist die Bedeutung des Ortsverbandes daraus zu ersehen, dass sich die Mitgliederzahlen im Ortsverband, zu dem auch die Gemeinden Altendorf und Guteneck gehören, seit 2010 mehr als verdoppelt haben. Dass in Deutschland immer noch nicht alles in Ordnung ist, zeige die Tatsache, dass 1,5 Millionen Erwerbstätige nicht von ihrem Vollzeitjob leben können und durch das Amt aufstocken müssen. Die Sozialverbände würden da immer wichtiger für die Menschen.

Einen Vortrag hielt der neue Kreisgeschäftsführer, Bernd Steinkirchner. Der Kreisverband verbuche ebenfalls einen enormen Zuwachs an Mitgliedern. 10 619 Leute gehörten ihm Ende 2015 an, am 1. Januar 2010 waren es noch 9 111. Ein Hauptpfeiler der täglichen Arbeit stelle die Sozialrechtsberatung dar, welche immer mehr von den Mitgliedern in Anspruch genommen wird. Aber nicht nur in der täglichen Beratung zu den Belangen eines jeden Einzelnen setze sich der VdK ein, sondern auch für die Allgemeinheit. Bei der Barrierefreiheit fehle es noch gewaltig an der Umsetzung. Es sei immer noch nicht möglich, dass ein Rollstuhlfahrer eine Zugfahrt so einfach plant und macht. Das entspreche nicht der Vorgabe der Verfassung: Schaffung gleicher Lebensverhältnisse für alle.

Rentenniveau sichern


Aber nicht nur das Jahresthema steht im Fokus des Verbandes. Er verweist weiterhin darauf, dass im Bereich Rente immer noch die Altersarmut droht, bedingt durch die ständige Absenkung des Rentenniveaus. Von 50 solle es bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Hier bestehe unbedingter Handlungsbedarf. Bei den Erwerbsminderungsrenten sollten die Abschläge wegfallen. Der Rentner, der eine solche Rente erhält, sei ja schon gesundheitlich angeschlagen, habe eine finanzielle Mehrbelastung durch Medikamente und Arztkosten. Auf den Verband warte noch viel Arbeit.

EhrungenBeim VdK wurden für 10 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet: Maria Bauer, Angelika Forster, Therese Friedrich, Annemarie Heitzer, Juliane Hermann, Eva Ursula Kurz, Irmgard Rösch, Henriette Schneider, Ulrich Burghard, Reinhold Dirschwigl, Johann Gschrey, Stefan Hösl, Peter Kinckel, Georg Ewald und Franz Wagner. Für 25 Jahre ging eine Ehrung an Hella Scharnagl. (ral)
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