Vermessungsamt tagt mit Feldgeschworenen - Interessante Angebote aus der Geodatenwelt
Wichtige Unterstützung für jeden Geometer

Feldgeschworene aus dem nördlichen Landkreis trafen sich zu einer Informationstagung. Unser Gruppenfoto entstand vor der Dienststelle im Nabburger Schlosshof. Bild: hfz
Vermischtes
Nabburg
17.03.2016
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Die Feldgeschworenen sind bewährte Partner der Vermessungsverwaltung. Aufgrund ihrer Ortskenntnisse und wegen des Vertrauens, das sie in der Bevölkerung genießen, sind sie wichtig bei Grundstücksvermessungen. Beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV) schätzt man ihre Zuverlässigkeit und Sachkenntnis sehr. Bei einer Fortbildungsveranstaltung an der Dienststelle wurden die Feldgeschworenen aus den Gemeinden Altendorf, Guteneck, Fensterbach, Schwarzach, Wernberg-Köblitz und Nabburg über ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten und über die Dienstleistungen und Tätigkeitsfelder der Vermessungsverwaltung aktuell informiert.

Der Amtsleiter Engelbert Zollner hob bei seiner Begrüßung die besondere Bedeutung und Stellung der Feldgeschworenen hervor. Das Amt des Feldgeschworenen, der im Volksmund auch "Siebener" genannt wird, stelle in Bayern das älteste Ehrenamt kommunaler Selbstverwaltung dar. Zollner erläuterte aktuelle Entwicklungen im Bereich der Katastervermessung. Unter dem Motto "Den Zentimeter vom Himmel geholt" erklärte er die Funktion und den technischen Hintergrund von GPS-Messungen und berichtete über Erfahrungen mit diesem Messverfahren.

"Unsere Geodatenwelt" stellte der Fachexperte Erwin Käsbauer vor und zeigte den Bayern-Atlas im Internet und den Bestelldienst Geodaten-Online. Darin können topographische Karten, hochaktuelle Luftbilder flächendeckend für Bayern und auch historische Karten aus dem 19. Jahrhundert eingesehen werden. Eine exakte Orts- und Adresssuche erleichtert das Auffinden des gewünschten Bereichs. Integrierte Messfunktionen bieten die Möglichkeit, Strecken und Flächen abzuschätzen. Über das Portal können Lagepläne und eine Vielzahl von aktuellen Geodaten bequem online bestellt werden.

Geometer Joseph Salomon beleuchtete die geschichtliche Entwicklung der Feldgeschworenen, die auf eine Jahrhunderte lange Tradition in der Grenzsicherung und -pflege zurückblickt. 1868 wurden auch im Raum Schwandorf und Nabburg zum ersten Mal Feldgeschworene berufen. Ganz speziell über die Aufgaben, Rechte und Pflichten sowie über die gesetzlichen Bestimmungen informierte dann Engelbert Zollner. Die vorrangigen Aufgaben der Feldgeschworenen lägen darin, bei der Abmarkung der Grundstücke mitzuwirken und an den vom Vermessungsbeamten festgelegten Grenzpunkten die Grenzzeichen zu setzen. Unter bestimmten Voraussetzungen seien sie auch befugt, gefährdete Grenzzeichen zu sichern oder zu erneuern.

Beim Erfahrungsaustausch wurde die Frage nach der heutigen Rolle der Feldgeschworenen diskutiert. Mit dem Wunsch auf weiterhin enge und gute Zusammenarbeit überreichte Zollner den geschulten Feldgeschworenen ein Teilnahmezertifikat.
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