Viel Arbeit nach dem Unfall

Auf der Grünfläche zwischen Autobahn und Zubringer musste am Dienstag der Boden abgeschoben und ausgetauscht werden. Bild: Steinbacher
Vermischtes
Nabburg
31.05.2016
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Ausgewiesenes Gefahrgut hatte der Silozug nicht geladen. Dennoch musste an der Unfallstelle eine ausgelaufene Chemikalie beseitigt werden. Der Verursacher konnte unterdessen das Krankenhaus verlassen.

Der 24-Tonner, der am Montagabend gegen 19.25 Uhr in der Nabburger Autobahnausfahrt umstürzte, wollte nach Norddeutschland. Dort sollte ein Kunde mit dem zähflüssigen Stoff Metatitanium Acid, der zur Farbenherstellung benötigt wird, beliefert werden. Um Material, das nach der Gefahrgut-Verordnung zu deklarieren ist, handelte es sich dabei nicht.

Aus dem seitlich liegenden Transporter, dessen Tankaufbau in Mitleidenschaft gezogen worden war, liefen etwa 300 Liter aus und drangen in das Erdreich ein. Die Autobahnpolizeistation Schwandorf, die den Unfall aufnahm, schaltete deshalb das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt als zuständige Fachbehörden ein. Sie ordneten an, dass der Boden ausgetauscht werden muss. Diese Arbeiten erledigte eine beauftragte Firma am Dienstagvormittag.

Zu diesem Zeitpunkt war der Brummi-Fahrer, ein 29-jähriger Serbe, aus dem Krankenhaus in Amberg wieder entlassen worden. Die Verletzungen erwiesen sich als nicht schwerwiegend, so dass eine ambulante Nachbehandlung genügte. In einer ersten Vernehmung sprach der Mann, der alleine im Auftrag einer slowenischen Firma unterwegs gewesen war, von einem geplatzten Reifen an seinem schweren Gefährt. Doch davon war von der Polizei nichts festzustellen. Die Ursache blieb deswegen weiterhin ungeklärt.

Am Silozug entstand nach vorläufigen Schätzungen ein Sachschaden, der bis an die 100.000 Euro heranreichen könnte. Er musste von einem Spezialkran geborgen werden. Unterdessen blieb die Nabburger A-93-Anschlussstelle in Fahrtrichtung Weiden bis Dienstag gegen 3.25 Uhr gesperrt. Die Chemikalie wurde zeitgleich in ein anderes Tank-Fahrzeug umgepumpt, bevor sie weitertransportiert werden konnte.

An der Unfallstelle befand sich ein Großaufgebot an Hilfsmannschaften im Einsatz. Ausgerückt waren die Feuerwehren aus Nabburg, Schwandorf, Schwarzenfeld und Wackersdorf sowie das THW.
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