„Wegweiser“ für die Gesellschaft
Rotes Kreuz zeichnet treue Blutspender aus

Vermischtes
Nabburg
28.04.2016
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Eifrige Blutspender aus dem nördlichen Landkreis wurden am Dienstag im BRK-Seniorenheim "Arche Noah" ausgezeichnet. Neben Anstecknadeln und Urkunden des Bayerischen Roten Kreuzes bekamen die Spender viele Worte des Dankes zu hören.

BRK-Direktor Alfred Braun begrüßte 47 von 56 geladenen Spendern. "Wir hatten letzte Woche in Burglengenfeld die gleiche Veranstaltung und ehrten dort ebenso viele Spender aus dem südlichen Landkreis", erklärte Braun vor der Laudatio von Altlandrat und erstem Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Schwandorf, Volker Liedtke.

"Was Sie mit ihrer wertvollen Spende leisten, bedarf hoher Wertschätzung und kann mit Geld nicht abgegolten werden", war sich der Vorsitzende sicher. Allein in Bayern werden für kranke und verletzte Menschen täglich 2000 Blutspenden benötigt, um die Versorgung sicherzustellen. "Jeder Zweite", berichtete Volker Liedtke, "braucht im Laufe seines Lebens eine Blutkonserve, aber nur drei Prozent der Menschen gehen zur Blutspende."

Nur 42 Tage haltbar


Blut kann zu Transfusionszwecken bis heute nicht in ausreichender Menge künstlich hergestellt werden. Hinzu kommt, dass Vollblutspenden nur bis zu 42 Tagen haltbar sind. Die Schere wird immer größer; in Bayern, sowie im gesamten Bundesgebiet nimmt die Bevölkerung ab, was vor allem an den sinkenden Geburtenzahlen liegt. Gleichzeitig steigt mit wachsender Lebenserwartung der Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft. Diese Entwicklung wirkt sich auf die zukünftige Versorgung der bayerischen Bevölkerung mit Blut aus. Der sinkenden Anzahl möglicher jüngerer Spender steht ein Mehrbedarf an Konserven bei den älteren, öfter krank werdenden Menschen gegenüber.

Kostenloser Check


"Prinzipiell", berichtete der Altlandrat, "kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 72 Jahren Blut spenden". Die Altersgrenze wurde am oberen Ende um vier Jahre erhöht. Liedtke forderte auf, dabei zu bleiben und für neue Spender zu werben. "Durch die Spende", fügte er noch eine positive Seite an, "erhalten Sie einen kostenlosen Gesundheitscheck. Ihr Blut wird automatisch untersucht und bei Auffälligkeiten im Blutbild wird sich der zuständige Arzt sofort mit Ihnen in Verbindung setzten." Der Kreisvorsitzende des Roten Kreuzes bedankte sich bei den Firmen, die es ermöglichen, während der Arbeitszeit zum Blutspenden zu gehen, sowie bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen, und den Rotkreuzgemeinschaften für die Abwicklung der Termine mit dem Bayerischen Blutspendedienst.

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl gratulierte den Anwesenden zu dieser verdienten Auszeichnung und bezeichnete die freiwillige Organisation der Blutspenden des BRK als Schlüsselfunktion. Er nannte die Blutspender "Wegweiser" und bestärkte sie mit den Worten: "Sie reden nicht, Sie praktizieren." Der Kick in unserer Gesellschaft sei, sich gegenseitig zu helfen und in menschlicher Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, ist sich Arnold Kimmerl sicher. Der zur Zeit amtierende Bürgermeister Kurt Koppmann versicherte, dass die Nordgauhalle auch weiterhin für die Spendentage unentgeltlich zur Verfügung steht. Nach der Urkundenübergabe und der Übergabe der goldenen Ehrennadeln wurden die Blutspender als kleine Aufmerksamkeit zu einem Drei-Gänge-Menü aus der Heimküche eingeladen.

Treue Blutspender geehrt50-mal Blutspenden: Josef Pösl (Schmidgaden), Herbert Maderer (Schwarzenfeld), Josef Deichl (Schmidgaden), Alfons Kurz (Schmidgaden), Josef Kumpf (Wernberg-Köblitz), Markus Ries (Schmidgaden), Bernhard Beierlein (Pfreimd), Konrad Stemplinger (Neunburg vorm Wald), Bettina Edith Grychnik (Wernberg-Köblitz), Elisabeth Zapf (Pfreimd), Markus Weber (Wernberg-Köblitz), Roswitha Prey (Pfreimd), Josef Dirscherl (Neukirchen-Balbini), Hubert Bronold (Weiding), Evi Loessl (Winklarn), Felizitas Anna Matzke (Niedermurach), Alfred Posset (Schönsee), Josef Uschold (Oberviechtach), Friedrich Ebner (Thanstein) und Franz Forster (Niedermurach).

75-mal Blutspenden: Josef Danner (Neunburg vorm Wald), Johann Drexler (Neunburg vorm Wald), Alois Braun (Neunburg vorm Wald), Josef Hösl (Nabburg), Dieter Güll (Nabburg), Karl Striegl (Pfreimd), Franz Lössl (Nabburg), Otto-Ludwig Karmann (Nabburg), Gerlinde Bäumler-Noss (Nabburg), Richard Karl (Schwarzenfeld), Karl Thanner (Fensterbach), Wolfgang Probst (Neukirchen-Balbini), Johann Fuchs (Niedermurach), Michael Ruhland (Oberviechtach), Stephan Plank (Schwarzhofen), Johann Dirscherl (Neukirchen-Balbini), Martin Markl (Oberviechtach), Gertraud Bauer (Schwarzhofen) und Bernhard Frischholz (Winklarn).

100-mal Blutspenden: Johann Winderl (Neunburg vorm Wald), Georg Winkler (Stulln), Maria Straller (Fensterbach), Gerhard Haunersdorfer (Nabburg), Michael Treiber (Guteneck), Josef Flierl (Nabburg), Dionys Ringlstetter (Nabburg), Franz Heider (Pfreimd), Josef Zimmermann (Pfreimd), Albert Lindner (Wernberg-Köblitz) und Hannelore Bräu (Winklarn).

125-mal Blutspenden: Johann Vetter (Neunburg vorm Wald), Robert Kraus (Pfreimd), Josef Huml (Schmidgaden), Heinrich Ernst (Schwarzenfeld), Josef Käufl (Nabburg) und Georg Flierl (Nabburg). (jua)
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