Wild nicht stigmatisieren

Wildtiere sind ein Teil der Schöpfung und sollten als Bereicherung gesehen werden, betonte der Vorsitzende der Kreisgruppe Nabburg, Burkhard Graf Beissel von Gymnich, in seiner Ansprache. Bild: pgi (2)
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Nabburg
07.11.2016
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Die Jagdhornbläser stießen ins Horn, als die Kreisgruppe Nabburg im Bayerischen Jagdverband in der Hubertusmesse ihres Schutzpatrons gedachte. Die Perschener Kirche bot das passende Ambiente.

Der 3. November gilt als Gedenktag des Heiligen Hubertus von Lüttich. Dieser wurde um 655 in Toulouse, im Süden Frankreichs, geboren und ist der Schutzheilige aller Jäger. Der aus dem Mittelalter überlieferten Hubertuslegende nach wurde er auf der Jagd bekehrt, als er einen prächtigen Hirsch, der ein Kruzifix zwischen den Sprossen des Geweihs hatte, erblickte.

Vermögen verschenkt


Diese Erscheinung hatte ihn so beeindruckt, dass er sich dem weltlichen Vergnügen entzog, sich an den Bischof von Maastricht wandte und zum Priester geweiht wurde. Auch sein Vermögen als Pfalzgraf verschenkte er an Arme. Danach wurde er selbst Bischof von Maastricht. In diesem Amt missionierte er in seinem früherem Jagdgebiet, den Ardennen. Das geschah unter großen Anstrengungen, da in diesen Ländern heidnische Bräuche noch fest verwurzelt waren. So wurde auch Diana, die römische Göttin der Jagd, verehrt. Bevor Hubertus schließlich im Jahr 727 verstarb, verlegte er noch den Bischofssitz nach Lüttich in den Ardenner Wald. Diesen Heiligen würdigte die Kreisgruppe Nabburg im Bayerischen Jagdverband am Samstag in einem Festgottesdienst in der den Aposteln Peter und Paul geweihten Kirche in Perschen.

Besonders wurde an den Hubertus gedacht, der zuerst das Erlegen des Wildes als reinen Selbstzweck sah, während er nach der Zusammenkunft mit dem besonderen Hirsch in allen Wesen göttlichen Ursprung erkannte und sich hegend und pflegend für die Waldtiere einsetzte. Den Gottesdienst gestalteten die Jagdhornbläser musikalisch. Das Blechblasinstrument Parforcehorn ist ursprünglich ein Signalinstrument, das bei der Jagd eingesetzt wird. Mit mehr als 300 Mitgliedern zählt die Kreisgruppe Nabburg zu den größten in der Oberpfalz. Insgesamt organisieren sich 44 500 Jägerinnen und Jäger in 160 Kreisgruppen im bayerischen Jagdverband (BJV).

Eine Bereicherung


Dem Vorsitzenden der Kreisgruppe Nabburg, Burkhard Graf Beissel von Gymnich, liegt es besonders am Herzen, dass Wild als eine Bereicherung gesehen wird und nicht gleich als Schädling stigmatisiert werden sollte. Waldtiere seien ein Teil der Schöpfung und ein Teil Bayerns. Mit der Hubertuserklärung möchte sich der BJV für Wildtiere als deren Stimme einsetzen. Die Jagd nehme hierbei als kulturelles Erbe der Menschheit und für die Erhaltung des Lebensraums Wald eine besondere Stellung ein.
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